geldo.de – Weblog

Web und SEO, Jazz und Grüntee

Tag-Archiv für 'Web 2.0'

Allgemein &postaweek2011 | 10 Apr 2011

Ja wo laufen sie denn, wo laufen sie denn hin?

Da laufen sie, da laufen sie hin!

Auch wenn es diese Woche einige Meldungen im Bereich der Technologie gab – Facebook legt Serverstruktur offen, Google investiert in Sonnenenergie, … – nichts hatte so wirklich den “Wow”-Faktor, dass ich hier darüber berichten wollte. Gestern abend war ich bei Ahmad Jamal in Bern, aber darüber muss ich noch ein wenig nachdenken, bevor ich davon schreiben werde, sodass dieser Artikel erst für postaweek2011 nächste Woche herhalten muss.

Mittlerweile hat mir Apple per SMS und E-Mail mitgeteilt, dass mein iPad2 nebst Cover zwar separat, aber am gleichen Tag eintrudeln sollte. Nächste Woche und daher wesentlich früher als erwartet, soll es soweit sein.

Angeblich kündigt sich ja das Sommerloch dieses Jahr vorzeitig an. Umso besser, Zeit ins Freie zu gehen und z.B. zu Laufen, Rennen, Rollschuhfahren, Radeln…

Die Leute hinter WordPress rennen ja bereits jetzt schon durch die Gegend (Sommerloch?) und veranstalten ihren Automattic’s Worldwide WP 5k. Ich bin gestern und heute 5,5 km solidarisch mitgelaufen und finde, dass fünf Kilometer relativ kurz sind – normalerweise laufe ich 7 – 8 km.

Ich verfüge über eine “kurze Runde” und dachte bereits, dass sie dem 5K-Kriterium entspricht, war mir aber nicht über die korrekte Länge im Klaren. Automattic empfiehlt daher den Dienst von MapMyWALK. Damit konnte ich die Länge der Strecke überprüfen. Die Einsteiger-Version dieses Dienstes ist umsonst und nachdem ich ungefähr eine Woche damit herumgespielt habe, habe ich noch lange nicht den vollen Funktionsumfang ausschöpfen können.

Eine kurze Kostprobe der Möglichkeiten:

  • Es kann eine Vielzahl an In- und Outdoor-Aktivitäten erfasst und ausgewertet werden.
  • Der Import von Geo- und anderen Gerätedaten ist möglich.
  • Die Strecken lassen sich anhand des Höhenprofils analysieren.
  • Soziale Funktionen ermöglichen das Kräftemessen mit Freunden.
  • Und und und – ich habe noch lange nicht alles ausprobiert, bzw. tatsächlich benötigt.

Besonders interessant fand ich die Kern-Funktionen, das Abmessen von Strecken und Anzeigen des Profils.
Zwei Beispiele:

Ich brachte unser Töchterlein diese Woche am Vormittag ins malerische Nachbardörfchen zu einer Veranstaltung im Rahmen des Ferienprogramms. Diese Veranstaltung dauerte nur eine Stunde – zu kurz, um wirklich noch etwas zwischen Abliefern und Abholen zu veranstalten. Durch das naheliegende Wäldchen verläuft eine meiner langen Laufrunden, die ich aber nicht im Zeitrahmen hätte vervollständigen können. Mit MapMyWalk war es jedoch möglich, mir kurz vorher einen 2,5 km langen Rundkurs zusammenzuklicken – inklusive einer kleineren Schlussrunde, falls ich keine drei Durchgänge in der hügeligen Landschaft schaffen sollte. Ohne also planlos draufloszurennen, wusste ich, dass ich zwei grosse Runden und eine kleine im Zeitrahmen locker zustande bringen konnte – ein grosser Vorteil beim tatsächlichen Lauf.

So habe ich es dann letztlich auch gemacht und obwohl ich kein Fan von Rundkursen bin, war das eine willkommene Abwechslung und wird vielleicht ein zukünftiges Hügeltraining werden.

 

Zweite Fallstudie: Bleiben wir gleich bei den Hügeln, mit denen diese Gegend hier aufwarten kann. Mir liegt eine Broschüre eines in der Nähe stattfindenden Laufes vor und es währe sicherlich eine Abwechslung daran teilzunehmen. Wenn das Gelände arg ruppig ist, hätte ich dennoch ein paar Probleme. Hügel hinaufzurennen ist weniger das Problem, als hinunter. Bergab bekomme ich leicht Muskelschmerzen. Ich arbeite zwar daran und es wird beständig besser, aber ein Blick auf das Höhenprofil wäre aufschlussreich und entscheidet über Teilnahme oder Absage. Nun, ein Streckenprofil wurde zwar nicht bereitgestellt, ein Streckenverlauf jedoch schon. Dieser schnell in MapMyWALK eingegeben, präsentiert mir den Höhenverlauf (s. Bild). Dieser stellt mich vor keine allzu grossen Schwierigkeiten und eine Teilnahme ist möglich. Auf meinem anderen Weblog werde ich gegebenenfalls darüber berichten.

Fazit:

Wer hin und wieder läuft, geht, skatet oder radelt, sollte den Dienst ruhig einmal ausprobieren – wenn er es nicht ohnehin schon macht (und nur ich bin wieder einmal hinter der Zeit) – zumal MapMyWALK die Anmeldung momentan über ein Benutzerkonto bei Google, Facebook, Twitter, Yahoo!, Messenger, LinkedIn, MySpace, FourSquare und Orkut erlaubt, sodass keine zusätzliche Registrierung notwendig ist.

Share

Allgemein &postaweek2011 | 10 Mrz 2011

Eingeschlossen in der Relevanz-Blase – Zeit für die Dusel-Maschine

Bubble World

Leben in einer abgekapselten Welt - schön, schön einfältig!

Kaum, dass wir persönliche Ergebnisse von Suchdiensten erhalten, werden schon die ersten Kritikerstimmen laut. Credo: Wenn wir nur die Informationen zugesteckt bekommen, die wir tatsächlich auch beachten, erweitern wir unseren Horizont nicht mehr. Prinzip Chinesische Mauer – wir leben in unserem eigenen Mini-Universum und schauen nicht mehr über den Tellerrand hinaus. Und das bei so einem innovativen Medium wie dem World Wide Web!

Nun, das Problem ist folgendes: Wir würden ja z.B. gerne “Krieg und Frieden” lesen, greifen aber dann doch zum “Lustigen Taschenbuch” oder der Fernbedienung. Das zeichnen die schlauen Algorithmen der diversen Web-Dienste natürlich geflissentlich auf und präsentieren uns als Folge dessen nur noch intellektuelles “Junk Food” und so entstehen ungewollt Scheuklappen, die das Blickfeld einengen. Doch irgendwie muss dem anschwellenden Informationsstrom Einhalt geboten werden, damit der Informationssuchende keine nassen Füsse bekommt.

Das Thema Relevanz habe ich hier in diesem Zusammenhang bereits des öfteren behandelt. Relativ neu und dementsprechend spannend ist der aufkommende Begriff Serendipidität, glücklicher Zufall – weniger akademisch ausgedrückt, oder einfach Dusel im süddeutschen Sprachraum, der derzeit im Zusammenhang mit Relevanz öfters genannt wird.

Serendipidität

Grafik nach "The Information Discovery" Matrix von Mahendra Palsule in "The Age Of Relevance"

Die Dusel-Maschine liefert mir demzufolge, indem sie den Relevanz-Filtern ein Rauschen hinzufügt, Ergebnisse, an die ich gar nicht gedacht hätte, die aber dennoch für mich interessant sind. In meinem Fall ist dies StumbleUpon und Twitter.

StumbleUpon überrascht mich immer noch mit Ergebnissen aus den weit gesteckten Interessensbereichen, die ich selbst so eingestellt habe. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die schlauen Filter den Streuungsfaktor weiter einengen werden, sofern ich selbst nicht eine überraschende Handlung vornehme.

Twitter benutze ich in der Rohform quasi, direkt aus dem Browser und lese meine 15 bunt gewürfelten Quellen, die zwar meist aus der Technologie kommen, aber auch einen Farmer aus Alabama und eine “Soccer mom” beinhalten, eben wegen dem Streuungsfaktor der Ergebnisse.

Einige Stimmen verlangen die Freigabe und Einsicht in die verwendeten Algorithmen der Dienste oder einen Streuungsregler, mit dem den Suchergebnissen ein gewisser Anteil Zufallsrauschen hinzugefügt werden könnte. Bis dahin müssen wir jedoch selbst auf die gesunde Mischung unserer Informationsdiät achten.

mashup

Fachartikel und ein LTB - die Mischung macht's!

Wenn wir also tatsächlich “Krieg und Frieden” lesen wollen, nimmt uns das niemand ab. Ein Hörbuch wäre da ein praktikabler Kompromiss. Was unseren Konsum angeht, sind wir aber genau so selbstverantwortlich, wie wir das für das Hinterlassen unserer Datenspur auch sind. Und so beisst sich die Schlange in den Schwanz, denn das eine bedingt auch hier das andere.

Share

Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 02 Mrz 2011

(Noch) ein Film über Facebook

Status des Facebook-Projekts


Nach dem Kinofilm ein weiterer Film über Facebook? Höchstwahrscheinlich.
Das Projekt “The Future of Facebook” ist derzeit noch beim Sammeln für das moderate Budget von mindestens 5.000 US$. Je mehr Geldmittel zustande kommen, desto opulenter soll das Projekt, das mit Sicherheit nicht kommerziell orientiert ist, werden. Die kurze Vorschau besteht, den moderaten Mitteln entsprechend, aus einem Zusammenschnitt verschiedener Webcam-Interviews. Der Inhalt ist entscheidend. Und so melden sich allerhand illustre Persönlichkeiten – u.a. Kevin Kelly und Nova Spivack – zum Thema Facebook zu Wort.
Das Ergebnis könnte interessant werden. Aber muss es denn immer nur Facebook sein?
Ich habe nicht gespendet, denn so wie es aussieht, werden die benötigten Mittel in Kürze beschafft und wen das Thema wirklich interessiert, der folgt ohnehin den Meinungsmachern in diesem Bereich.

Share

Allgemein &postaweek2011 | 14 Feb 2011

Bill Lama, Dalai Obama, Barack Gates?

Was haben der Dalai Lama, Barack Obama und Bill Gates gemeinsam?


Ich klickte auf den Retweet einer Meldung des Dalai Lama. (Wenn ich mich recht entsinne war das Nova Spivack, dem ich dies zu verdanken hatte.) Postwendend bekam ich von Twitter die Empfehlung, mir u.a. Bill Gates und Barack Obama in den Stream einzuverleiben, da sie dem Dalai Lama ähnlich seien. Tatsächlich?
Kommt darauf an, was hier zum Vergleich herangezogen wird. Ich habe diese Empfehlung etwas unter die Lupe genommen, da mich die unterschiedlichen Persönlichkeiten (Dalai Lama, Obama, Gates) doch etwas stutzig gemacht haben. Von den Kurzmeldungen her, die sie von sich geben, haben diese drei wenig gemeinsam. Was sie jedoch gemeinsam haben, ist, dass ihre Meldungen über den Kurznachrichtendienst von ausserordentlich vielen Nutzern verfolgt werden. Das hingegen allein ist eine recht plumpe Empfehlung, sollte nur die aggregierte Masse und die Tatsache, dass alle Meinungsmacher darstellen, hierfür verantwortlich sein. Bei genauerer Betrachtung stellte ich fest, dass einige meiner Quellen ihrerseits die Meldungen des Dalai Lama, Obama oder Gates verfolgen. Und hier liegt das Problem des Algorithmus: Nehme ich äusserst beliebte Quellen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass sich die Quellen, die wiederum ich für interessant erachte (also meine Freunde), ohnehin für diese Meinungsmacher interessieren.
Soziale Relevanz

Ist diese Modell der Relevanz wirklich noch das Gelbe vom Ei?


Damit ist das obige Modell der Relevanz allein nicht mehr aussagekräftig genug. Zusätzlich müssen die Themen der Quellen, die ich für so interessant erachte, dass ich damit meinen Datenstrom fülle, zu Rate gezogen werden.
Ich habe letztlich keinen der drei meinem Datenstrom hinzugefügt. Ich verfolge derzeit 20 Quellen auf Twitter und das ist mir mehr als genug. Ich überfliege zumindest jede einzelne Meldung. Vermutlich ist es bei Twitter ähnlich wie bei einem Portfolio von Wertpapieren: Es genügt eine Handvoll, um alle Bereiche abgedeckt zu haben. In diesem Sinne werde ich meine Quellen weiter evaluieren und eher noch mehr ausdünnen, als zusätzliche hinzuzufügen.

Trauriger Nachtrag: Ich habe soeben erfahren, dass sich meine Quellen von selbst reduziert haben. Mayer Spivack, Vater des eingangs erwähnten Nova Spivack ist am 12ten Februar dieses Jahres nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben.

Share

Allgemein | 17 Dez 2010

Adieu Web 2.0 und willkommen Web 3.0

Mit der angekündigten Schliessung des Lesezeichen-Dienstes durch Yahoo! geht eine der ersten Web 2.0-Ikonen unter.


Ein Schock ging gestern Abend durch das Netz. Aufgrund weitgreifender Rationalisierungen, plant Yahoo! den beliebten und 2005 erworbenen Lesezeichen-Dienst Delicious (neben weniger prominenten) abzuschalten. Mittlerweile gibt es eine Twitter Petition um den Erhalt, sowie Lösungen die eigenen Lesezeichen in andere Dienste zu übertragen. Ein trüber Regentag in der Cloud und eine Erinnerung daran, dass im Web eben doch nicht alles von Dauer ist. Ebenso bedeutend ist, neben der Tragik des vermutlichen Untergang des Dienstes, der von Marshall Kirkpatrick treffend mit einer Mischung aus Museum, Bibliothek und dem Speicher eines verrückten alten Sammlers verglichen wird, auch die Symbolhaftigkeit des Ereignisses. Im Laufe gut eines Jahres, in dem ich verstärkt die Entwicklungen des Webs beobachtet habe, habe ich nun mitangesehen, wie sich etliche vielversprechende Dienste etabliert, verändert, aber auch wieder aufgelöst haben. Delicious – mein Lesezeichen-Arbeitspferd – gehört vermutlich zu den letzteren. Tragisch und symbolhaft ist, dass es sich hierbei um eine Paradeanwendung des Web 2.0 handelte, die es ermöglichte eine Fülle an Lesezeichen zu verwalten, was ohne sie gar nicht möglich gewesen wäre.
Bildschirmfoto Delicious vom 2010-12-17

Der zugrunde Gehende dokumentiert seinen eigenen Untergang.


Doch wir müssen nach vorne sehen und im Untergang einen Neuanfang sehen. Und dieser hört sich für mich wie das Einläuten der Web 3.0-Ära an. Denn nicht nur bei Yahoo! – auch im Web – zeichnen sich gerade grundlegende Änderungen ab (war Yahoo! übrigens je ein Web 2.0 Mitspieler?). Vielleicht werden wir rückblickend die Jahreswende 2010 als den Zeitpunkt bezeichnen, wenn wir von vom Beginn einer neuen Generation des Webs reden werden – wie auch immer die dann heissen mag.

Share

Allgemein &Hypermedia | 08 Nov 2010

Listen im Überfluss


Wie lässt sich das Vergessen austriksen? Durch Notizen! Wie können diese Notizen organisiert werden? In Listen! Allein auf Schmierpapier ist dies schon ein probates Hilfsmittel, stösst jedoch bei umfangreicheren Unternehmungen allein aufgrund des Mediums an seine Grenzen. Sporadisch nutzte ich hierzu schon ein paar Programme (Google Notizbuch oder OmniOutliner). Sporadisch wohlgemerkt. Momentan bin ich von WorkFlowy sehr angetan. Im Funktionsumfang ist diese Anwendung recht spartanisch, macht aber das, was es soll, nämlich Listen erstellen, sehr schnell und gut. Kein wirkliches Werkzeug zum Erstellen von Mindmaps, jedoch super für Entwürfe und Notizen. Und nachdem Matt Cutts von Google WorkFlowy sehr zugetan sein soll, ist es durchaus möglich, dass es zukünftig in die Google Applikationen aufgenommen wird.

Share

Allgemein | 28 Okt 2010

Probieren geht über Studieren

Probieren geht über Studieren – dieses Sprichwort kenne ich aus meiner Kindheit. Während meines Studiums wurde es hin und wieder auch in “Kopieren geht über Studieren” abgeändert. Eine ähnliche Redensart scheint es im Englischen nicht zu geben, denn Chris Dixon kommt ganz überraschend zu folgendem Schluss:

You need to use social services to understand them

cdixon.org – chris dixon’s blog / You need to use social services to understand them

Und wird begeistert ge-retweetet (ist das der richtige denglische Ausdruck?). Nun ja, es lässt sich erst wirklich fundiert über etwas berichten, das am eigenen Leibe gespürt wurde – ausprobiert oder angetestet eben. Ich selbst war bis vor eineinhalb Jahren auch nicht sonderlich begeistert vom Mitmach-Web Web 2.0. Das änderte sich schlagartig, nachdem ich das Buzzword “Web 2.0″ in meine Diplomarbeit aufnahm.

(In Zusammenhang mit Web 2.0 bevorzuge ich persönlich den Begriff “Trotzschrei”)

Jedenfalls, um eine runde Arbeit abzuliefern, musste ich recherchieren – und Web 2.0-Dienste ausprobieren. Ich war begeistert und staunte, was mir bis dato alles entgangen war. Daher mein Appell:

Probiert es doch selbst einmal aus!

Die meisten Dienste lassen die Anmeldung über ein Pseudonym (das sich später immer noch ändern lässt – oft sogar inklusive des Geschlechts) zu und eine separate E-Mail-Adresse für diese Tests ist auch nur einen Klick entfernt.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch ganz unverschämt für meinen neuen Weblog auf WordPress.com Werbung machen:

Weissblaue Noten - mein privater Weblog

Bei diesem sehr persönlich gefärbten Weblog auf WordPress.com kommentiere ich Erlebnisse des Alltags in meiner neuen Heimat.

Ich recherchiere derzeit für ein WordPress Buch, das ich zu schreiben gedenke. Zu WordPress gehört das Programm, das auf WordPress.org zu haben ist und der Dienst unter WordPress.com. Und erst nachdem ich Letzteren ausprobiert habe, kann ich sagen, wie gut er wirklich ist. Vermutlich würde ich mein Diplom, wenn ich es jetzt schreiben würde, um diesen Dienst herum aufbauen, anstatt den Weblog, der Gegenstand meiner Arbeit war, selbst zu betreiben.

Ohne grössere weiter Umschweife hier nun die Web-Dienste, die mittlerweiler fester Bestandteil meines Alltags wurden:

  • Dienste von Google – über Google lässt sich sagen, was man mag, die Anwendungen sind jedenfalls sehr gut:
    • Gmail – die Einstiegsdroge, der Großteil meines E-Mail-Volumens läuft über diesen Dienst. Wer ein Google-Benutzerkonto hat, aka Gmail-Account, dem stehen alle weiteren Google-Dienste zur Verfügung.
    • Google Docs – Text, Tabellenkalkulation, Präsentationen, gegenseitige Nutzung von Daten und Dateien – oft braucht es nicht mehr, um alleine oder in der Gruppe erfolgreich an verschiedensten Projekten zu arbeiten und die Tabellenkalkulation hat ein paar nette Tricks auf Lager.
    • iGoogle – die personalisierte Google-Startseite, alle Anwendungen auf einem Blick.
    • Google Calendar – Googles Terminplaner – hat mich soeben an meine Termine erinnert.
    • Google url shortener – goo.gl – zum Kürzen langer URLs – Google direkt mit Hyperlinks füttern.
    • Panoramio – hier hinterlasse ich virtuelle Brotkrumen auf der Landkarte.
    • YouTube – gehört auch zum Google Imperium – der gelegentliche Clip zur Entspannung oder zum Speichern interessanter (Technologie) Videobeiträge.
  • Auch Yahoo! bietet jede Menge nützlicher Dienste an – hier meine kleine Auswahl:
    • Flickr – für mich der Web-Dienst zum Speichern, Suchen und Weiterleiten von Bilddateien schlechthin. Die Flickr Gruppen sind ein kleines Ökosystem für sich.
    • Delicious – das Lesezeichen-Arbeitstier. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich mit meinen derzeit knapp 900 Lesezeichen sonst zurechtkäme. So sollte eine Lesezeichen-Verwaltung sein, ohne Delicious machen Lesezeichen keinen Sinn. Zwar habe ich bei Delicious keine Freunde zum gemeinsamen Lesezeichen-Austausch (wink, wink), jedoch ändert das nichts an dem rundum klasse Dienst.
  • Natürlich gibt es auch noch weitere interessante Dienste verschiedener Anbieter, die sich in meinen Alltag eingeschlichen haben:
    • Twitter – viel Lärm und wirklich gute brandaktuelle Informationen mittendrin, der clevere Mix der Nachrichtenkanäle entscheidet zwischen Top oder Flop!
    • SlideShare – nicht der einzige Dienst zum Konvertieren, Einbetten und Austauschen von Präsentationen und Dokumenten (spontan fallen mir da DocShare und Scribd ein) – ich kann nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen und SlideShare ist nach eigenen Angaben hier der dickste Fisch im Teich.
    • Photoshop.com – Der Platzhirsch auf den Schreibtischen professioneller Bildbearbeiter, derer die sich dafür halten und Raubkopierer. Ich raubkopiere nicht, also habe ich keinen Photoshop. Doch den gibt’s ja online. Richtig gelesen, für die gelegentliche Bildbearbeitung (von derzeit leider nur JPEG-Dateien) reicht die Online-Anwendung vollkommen aus und funktioniert auch ohne Registrierung – nette Effekte inklusive. Wer sich dennoch anmeldet, bekommt 2 GB Speicher spendiert, eine Flickr-ähnliche Fotoverwaltung und einen Organizer, mit dem sich auch die Bilder auf Flickr, Facebook, Picasa und Photobucket verwalten lassen.
    • WordPress – ein simpler Weblog oder ein CMS als Dienst oder zum selber Betreiben. Wird auch professionellen Ansprüchen gerecht.  Habe ich bereits weiter oben mit Lobhudeleien bedacht.
    • Xing – das Netzwerk für die Arbeitswelt, hier versuche ich erst seit kurzem Fuß zu fassen.
    • Facebook – die Erfogsstory um Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wurde unlängst sogar verfilmt. Mir ist es eigentlich egal, wieviel Freunde Herr Zuckerberg nun tatsächlich hat, Facebook nervt mich derzeit eher, als dass es mich erfreut. Facebook ist angeblich für Konsumenten, Twitter für Kreative. Da bevorzuge ich doch Twitter. IMHO lassen sich die beiden ohnehin nicht vergleichen. Praktisch ist jedoch Facebook Connect, mit dem ich mich auf weiteren Seiten anmelden kann, ohne eine weitere Registrierungs-Prozedur absolvieren zu müssen. Twitter Benutzern wird diese Option jedoch auch oft angeboten. Ein Unentschieden also. Die Facebook-Spiele sind recht amüsant, wer jedoch nicht über sehr viel freie Zeit verfügt, sollte von Spielen, die auf -Ville oder -Wars enden, am besten gleich die Finger lassen. Tu es nicht!

Habe ich einen interessanten Dienst ausgelassen oder einen ungerechtfertigterweise zu sehr über den grünen Klee gelobt? Konstruktive Kritik ist gerne gesehen.

Share

Allgemein | 02 Sep 2010

Mein Jeanshemd und ich – über Mode, Gleichgesinnte und aggregierte Meinungen

Ich hatte einmal eine Freundin, die besass gleich drei Jeanshemden. Irgendetwas musste also an diesen Dingern dran sein. Bevor ich mich jetzt beschwerte – denn ich mochte Jeanshemden nicht besonders, beschloss ich, mir erstmal selbst eins zuzulegen.
Jeanshemd

Mein Fazit: unbequem, steif und irgendwie schrecklich bieder. Dennoch stopfte ich es in den Rucksack als leichte Jacke und im Laufe der Waschvorgänge, die während der Jahre folgten wurde das zähe Ding weich, einigermassen bequem und zum willkommenen Begleiter in kühlen Sommernächten. Gerade jetzt im September ist es praktisch, eine leichte Jacke bei sich zu haben – aber die ursprüngliche Frage blieb: Trendy? – Wohl kaum. Poplig? - Schon eher! Und sollte Mann überhaupt Jeanshemden tragen? Eine Frage, die sich jetzt dank dem sozialen Web-Dienst fashism.com beantworten lässt. Bild geknipst, Photo hochgeladen und Frage gestellt (“Geht das?” oder “Was ist besser?”) – auch anonym. Innerhalb kurzer Zeit beantworten die engagierten Fashists sämtliche Stilfragen. EIn praktischer Dienst und ein schönes Beispiel, wie wir Informationsquellen im Allgemeinen bewerten.
Soziale Relevanz
Obige Graphik benutze ich in diesem Zusammenhang öfters.

Begebe ich mich auf fashism.com unterstelle ich jetzt einmal, dass ich mich unter Gleichgesinnten befinde und deren Meinung schon im vornherein sehr hoch einschätze – in diesem Fall eher noch höher, als die meiner Freunde, denn die könnten voreingenommen sein. Durch ein simples Rangsystem, das mir die Kompetenz der Person anzeigt, die eine Bewertung abgibt, sehe ich sofort, wer tonangebend ist (Einflussreiche Quellen/ Meinungsmacher) und wer sich erst noch seine Sporen verdienen muss. Zusätzlich kann jeder Benutzer eine Wertung abgeben (I like it/ I hate it), die in Prozent das Outfit bewertet (Aggregieren der breiten Masse).

Bilder können übrigens auch via E-Mail und neuerdings auch über eine iPhone Applikation eingestellt werden. Ich stelle mir das als praktische Entscheidungshilfe beim Einkaufsbummel vor, wenn selbst die beste Freundin/ der beste Freund nicht mehr weiter weiss. Schnell ein Photo geschossen und eingestellt, Kleidung kurz zurücklegen lassen, in einer Eisdiele Pause einlegen und die Ergebnisse abwarten. Anschliessend kann dann zugegriffen werden – vielleicht auch nicht, oder es werden anhand hilfreicher Bewertungen Anpassungen hinsichtlich Grösse, Farbe, etc. vorgenommen.
Was mich und mein Hemd angeht, ich habe es schlussendlich auf einen mikrigen Stand von 27% gebracht und bekam damit bestätigt, was ich mir schon immer dachte: Jeanshemden sind ok, aber eigentlich nicht wirklich.

Share

Allgemein | 30 Aug 2010

Augmented Tageszeitung



Augmented Reality
Originally uploaded by Dominik W. Neuffer

Nun ist mittlerweile auch in meiner kleinen Welt die Angereicherte Realität (Augmented Reality – AR) in Form einer Zeitungsanzeige angekommen. Um die Wirklichkeit anzureichern, muss eine spezielle URL mit dem Web-Browser aufgerufen werden – Webcam vorausgesetzt. Ist das Shockwave-Plugin und das Xtra für die AR installiert, baut sich auf der Zeitungsseite ein Häuschen zusammen. Das ganze wirkt noch etwas hölzern und archaisch, lässt aber schon erahnen, wie sich die AR in unser tägliches Leben einschleichen wird.

Share

Allgemein &Fortschritt Diplomarbeit &Hypermedia &Migration &SEO-Tests | 26 Aug 2010

Was wurde eigentlich aus…?

Geht es Ihnen auch so? Manchmal sitze ich da und frage mich: Was macht eigentlich…? Oder: Was wurde aus…?
Dabei habe ich scheinbar ganz vergessen mitzuteilen, was aus meiner Diplomarbeit wurde – bis auf das, dass sie termingerecht abgegeben wurde. Nun, nachdem ich knapp ein weiteres Semester gewartet hatte, flatterten die Papiere in’s Haus, mit denen ich mich zur Abholung meines Notenspiegels begeben konnte. Um’s kurz zu machen, eine 1,7 ist es geworden – hätte vermutlich besser werden können, wenn ich mich nochmals vor Ort während der Schlussredaktion mit meinem Professor hätte absprechen können. Egal, hier nun in all ihrer Glorie die komplette Arbeit (auch zum Download). Wenn nun jemand ein gedrucktes Exemplar möchte, kann er mich ja kontaktieren, ich frage dann den Buchbinder vor Ort, was das kosten soll ;) .

Wer noch etwas warten kann, kann vielleicht im Laufe des nächsten Jahres ein Buch über dieses Thema erwerben. Ja, richtig gelesen. Ich fand das ganze Thema so spannend, dass in mir der Plan reifte über Web 2.0, SEO und WordPress als CMS ein Buch zu schreiben. Einen interessierten Verlag habe ich immerhin schon, die Gliederung und einige erste Seiten auch.
Ich werde darin auch den Dienst auf WordPress.com behandeln, der weit mehr als nur eine Sparversion von wordpress.org darstellt. Daher verfüge ich nun auch über einen Weblog auf WordPress.com. Das ist noch ein ganz zartes Pflänzchen. Dort werde ich zukünftig über meine Schweizer Escapaden schreiben. Dieser Weblog bleibt weiterhin eher technisch und musikalisch.

Share

Ältere Einträge »