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Tag-Archiv für 'TechCrunch'

Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 30 Mai 2011

Privates soziales Netzwerk oder geschönte Überwachung?

Baby show

Familienbande: Privates soziales Netzwerk - die einen freuen sich, die anderen eher weniger.

Selektive Wahrnehmung, oder nimmt das Thema Überwachung in der Tat derzeit kein Ende? Neben den Missbräuchen, Schludrigkeiten und Sicherheitslücken der Platzhirsche wie Facebook, Google und Apple mit den nutzergenerierten Daten, verschwinden die Bemühungen der ambitionierten kleinen Mittstreiter fast im Rascheln des virtuellen Blätterwalds.

Auf folgende zwei Applikationen wurde ich über meinen RSS-Feed von TechCrunch aufmerksam.

I’mOK – die harmlosere der beiden, lässt sich als privates soziales Netzwerk bezeichnen. Eltern, die sich um das Wohlergehen ihres Sprösslings sorgen, stellen Belohnungen in Aussicht, die der Nachwuchs durch ein Punktesammel-System einlösen kann. Punkte gibt es für das freiwillige Preisgeben von Informationen über Aufenthalt, Tätigkeit oder Photos über die Applikation I’mOK.

ImOK Intro Video – Knowing without the nagging from I'mOK on Vimeo.

Auf diese Weise können die Eltern beruhigt sein, ohne die Kinder nerven zu müssen. Das verspricht zumindest der Dienst. Ich wäre hingegen in meinen jungen Jahren durch so eine Applikation erst so richtig angefressen gewesen und hätte Möglichkeiten ersonnen, dieses System zu unterwandern.

Noch bunter treibt es da Footprints. Diese Anwendung sollte iStalk heissen. Sie geht über das, was Apple mit dem Aufzeichnen der Geodaten bei iPhone und -Pad versuchte, weit hinaus und versucht es unter dem Mäntelchen der Fürsorge zu legitimieren. Einmal eingerichtet, kann der Beobachter die Bewegungen und die Bewegungsgeschwindigkeit des präparierten iPhones in Echtzeit auf einer Karte verfolgen. TechCrunch weist in seinem Artikel darauf hin, dass es durchaus nützliche Einsatzmöglichkeiten für Footprints im Unternehmen geben mag, wenn es darum geht die Ressourcen einer verteilten Mannschaft geographisch sinnvoll zu verwalten.
Die Möglichkeiten zur übertriebenen Überwachung sind aber auch nicht gerade zu vernachlässigen.

Auch dieses System kann unterwandert werden und wenn tatsächlich der Einsatz im privaten Bereich in Erwägung gezogen werden sollte, ist es vermutlich besser, im Vorfeld darüber nachzudenken, was denn den eigentlichen Grund dieser Notwendigkeit überhaupt darstellt.

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Allgemein &postaweek2011 | 10 Mrz 2011

Eingeschlossen in der Relevanz-Blase – Zeit für die Dusel-Maschine

Bubble World

Leben in einer abgekapselten Welt - schön, schön einfältig!

Kaum, dass wir persönliche Ergebnisse von Suchdiensten erhalten, werden schon die ersten Kritikerstimmen laut. Credo: Wenn wir nur die Informationen zugesteckt bekommen, die wir tatsächlich auch beachten, erweitern wir unseren Horizont nicht mehr. Prinzip Chinesische Mauer – wir leben in unserem eigenen Mini-Universum und schauen nicht mehr über den Tellerrand hinaus. Und das bei so einem innovativen Medium wie dem World Wide Web!

Nun, das Problem ist folgendes: Wir würden ja z.B. gerne “Krieg und Frieden” lesen, greifen aber dann doch zum “Lustigen Taschenbuch” oder der Fernbedienung. Das zeichnen die schlauen Algorithmen der diversen Web-Dienste natürlich geflissentlich auf und präsentieren uns als Folge dessen nur noch intellektuelles “Junk Food” und so entstehen ungewollt Scheuklappen, die das Blickfeld einengen. Doch irgendwie muss dem anschwellenden Informationsstrom Einhalt geboten werden, damit der Informationssuchende keine nassen Füsse bekommt.

Das Thema Relevanz habe ich hier in diesem Zusammenhang bereits des öfteren behandelt. Relativ neu und dementsprechend spannend ist der aufkommende Begriff Serendipidität, glücklicher Zufall – weniger akademisch ausgedrückt, oder einfach Dusel im süddeutschen Sprachraum, der derzeit im Zusammenhang mit Relevanz öfters genannt wird.

Serendipidität

Grafik nach "The Information Discovery" Matrix von Mahendra Palsule in "The Age Of Relevance"

Die Dusel-Maschine liefert mir demzufolge, indem sie den Relevanz-Filtern ein Rauschen hinzufügt, Ergebnisse, an die ich gar nicht gedacht hätte, die aber dennoch für mich interessant sind. In meinem Fall ist dies StumbleUpon und Twitter.

StumbleUpon überrascht mich immer noch mit Ergebnissen aus den weit gesteckten Interessensbereichen, die ich selbst so eingestellt habe. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die schlauen Filter den Streuungsfaktor weiter einengen werden, sofern ich selbst nicht eine überraschende Handlung vornehme.

Twitter benutze ich in der Rohform quasi, direkt aus dem Browser und lese meine 15 bunt gewürfelten Quellen, die zwar meist aus der Technologie kommen, aber auch einen Farmer aus Alabama und eine “Soccer mom” beinhalten, eben wegen dem Streuungsfaktor der Ergebnisse.

Einige Stimmen verlangen die Freigabe und Einsicht in die verwendeten Algorithmen der Dienste oder einen Streuungsregler, mit dem den Suchergebnissen ein gewisser Anteil Zufallsrauschen hinzugefügt werden könnte. Bis dahin müssen wir jedoch selbst auf die gesunde Mischung unserer Informationsdiät achten.

mashup

Fachartikel und ein LTB - die Mischung macht's!

Wenn wir also tatsächlich “Krieg und Frieden” lesen wollen, nimmt uns das niemand ab. Ein Hörbuch wäre da ein praktikabler Kompromiss. Was unseren Konsum angeht, sind wir aber genau so selbstverantwortlich, wie wir das für das Hinterlassen unserer Datenspur auch sind. Und so beisst sich die Schlange in den Schwanz, denn das eine bedingt auch hier das andere.

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Allgemein &postaweek2011 | 22 Feb 2011

Dinner 2.0 – Smartphone-Gefummel am Tisch. Wo bleiben die Manieren?

Genevieve Clark (LOC)

Telephon oder Essen, so war das früher.

Die Qualität des Technologie-Weblogs TechCrunch lässt leider bereits seit einiger Zeit immer mehr nach. Mit der Übernahme durch AOL ging es aber noch weiter den Bach hinunter. Die Autoren hinter den Beiträgen wirken selbstgefällig, selbstherrlich und scheinen nur noch auf eine fesselnde Schlagzeile aus zu sein, der Artikel dahinter ist nebensächlich. Motto: Je spektakulärer die Überschrift, desto belangloser der Inhalt. (Wohltuende Ausnahme stellen noch die Gastautoren dar.)

Den letzten Artikel von MG Siegler kann ich nur noch als rotzfrech bezeichnen. Dieses Manifest des “Dinner 2.0″ mit dem Titel “I Will Check My Phone At Dinner And You Will Deal With It” strotzt nur so vor Arroganz, Rücksichtslosigkeit und Allgemeinplätzen. “Get with the program, or get out of the way.” – so ein das Fazit des Artikels. Dabei macht sich Siegler sich nicht einmal die Mühe zwischen unterschiedlichen Nutzungsarten des Smartphones zu differenzieren.

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Haaaalloooo! Dinner 2.0 - seufz!

Aktualisierungen des Facebook-Status’ oder das Lesen von Mitteilungen ist ebenso o.k. wie das Konsultieren von Wikipedia in Streitfragen. Hier liegt aber der Unterschied, der nicht herausgearbeitet wird. Die gemeinsame Nutzung eines Gerätes als Gruppe nach dem Motto: “Zeig doch mal die Bilder!” beispielsweise, unterscheidet sich sehr wohl vom Abkapseln seines Gegenübers, bei dem das Gerät wichtiger als die reale Person wird. Bei letzterem hingegen frage ich mich, warum treffe ich mich dann überhaupt mit diesem Menschen? Das Smartphone als Gemeinsamer Gegenstand der Unterhaltung ist aus meiner Sicht in Ordnung, als Gegenstand der Zerstreuung vom wirklichen Geschehen jedoch nicht.  Der Anstand im Zeitalter des ständigen Vernetzt seins bleibt zu Gunsten Twitter, Facebook, E-Mail und Co. ohnehin schon viel zu oft auf der Strecke. Viel eher gilt es doch, seiner Gesellschaft gegenüber Respekt zu zeigen und wenn das nun mal ein langweiliges Geschäftsessen oder das allmonatliche Pflichttreffen mit den Eltern ist, dann gilt doch wohl eher hier  ”Get with the program, or get out of the way.” Auch die langweiligste Unterhaltung geht einmal zu Ende.

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Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 19 Jan 2011

Lebenszeichen von Kevin Kelly



Kevin Kelly ist ein Vordenker der technologischen Evolution. Der Mitgründer des Wired-Magazins hat dazu unlängst wieder ein Buch geschrieben. Das mag auch Grund dafür sein, dass es in letzter Zeit etwas still um ihn geworden ist. Zwar gehören die zwei obigen Clips jetzt nicht unbedingt zu den Highlights um Kelly (was auch am Interviewer liegen mag). Dennoch ist es erfreulich, den Ausführungen des alten Haudegens wieder einmal zu folgen.

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Allgemein | 08 Sep 2010

Mush Details

Mush details

Tippfehler sorgen für Erheiterung.

Bekommt ein neues soziales Netzwerk einen Artikel von TechCrunch, ist das immerhin einen Blick wert – gerade jetzt, da Facebook anscheinend etwas zu dominant wird. Ich habe MeetYourFriends kurz angetestet und muss sagen, dieser Tippfehler sorgt zwar für Amüsement, zeugt jedoch nicht von Professionalität. Die vielen hübschen Russinnen (und Amerikanerinnen), die sich plötzlich für mich interessieren, finde ich befremdlich und erinnern mich eher an so etwas wie Adult Friend Finder light.

MeetYourFriends Bildschirmfoto

Das Preisgeben "mushiger" Details sorgt für regen Zulauf an Freundschaften.

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Allgemein | 01 Jan 2010

Lifestyle “Twenty Ten”: Nein zum “Ja”

Die 10er Jahre haben begonnen und es entspricht der Tradition die Vorgängerjahre (die 0er) Revue passieren zu lassen. Gehen wir eine weitere Dekade zurück zum Ende des letzten Jahrhunderts. Die 90er haben uns dem Anfang von dem gebracht, was wir damals noch “Cyberspace” nannten. Das WWW schlüpfte aus dem Ei. War es Anfangs eher eine Art CB-Funk für Geeks (gab es den Begriff Geek damals schon?), wurde es zu Beginn des neuen Jahrtausends das Objekt wilder Spekulationen, bis der Neue Markt und die Dotcom-Blase platzte. Ich weiss, mittlerweile will das niemand mehr hören (vor allem angesichts der neuen Hypes des späten Web 2.0 – ja Web 3.0 oder Web Squared gar). Was sich aber im Verlauf geändert hat war eher eine stille Revolution. Keine manuelle und teure Einwahl ins Internet, Webseiten sind kein Fall für Spezialisten mehr. Die Internet-Flatrate, die Eintrittskarte zum WWW, hat sich zum Telefonie-Komlettpaket dazugesellt, Weblogs und Wikis erfreuen sich großer Beliebtheit, Facebook und Twitter sind hip, jeder kann mitmachen. Anfangs der 90er waren Mobiltelefone noch etwas für Angeber, heutzutage ist die erweiterte Realität (AR) auf Smartphones schon fast ein alter Hut. Wir haben diese neuen Technologien, belächelt, bestaunt oder vielleicht sogar gefürchtet. Jetzt wenden wir sie an, als ob es nichts Selbstverständlicheres gäbe (Abb.).

Zeitachse Web 1.0 - 4.0

Abb.
:
 Zeitachse der Web-Evolution. Als “The fertile Verge” wird der Zeitabschnitt bezeichnet, der zwischen der Generation von Web 1.0- und Web 2.0-Anwendungen und Diensten verstrichen ist.

Bringen wir nun einen interessanten Vergleich mit ins Spiel, indem wir unser menschliches Gehirn mit einer Festplatte gleichsetzen. Im Laufe der Zeit hat sich unsere Aufmerksamkeit auf verschiedene Medien, Netzwerke und Technologien fragmentiert, zersplittert, verlaufen oder zerstreut – wie eine alte Festplatte quasi. Das Echtzeit-Web, eine wertvolle Informationsquelle ist zugleich eine schreckliche Zeitfalle und momentan können wir die Flut von Informationen nur schlecht bändigen. Nun sollten wir diese neue Ära nutzen, eine Art digitale Defragmentierung vorzunehmen, unsere Aufmerksamkeit neu bündeln und zu alter Produktivität zurückzukeheren. Eine praktikable Variante zum geistigen Defragmentieren schlägt hier beispielsweise John Mayer (Quelle: Techcrunch) vor – es muss ja nicht gleich Web 2.0-Selbstmord sein.

Mayer schlägt Folgendes vor, um den zerstreuten Geist wieder zu ordnen:

  • Das Defragmentieren startet um 9 Uhr vormittags 2010-01-01 und endet 2010-01-08 zur selben Zeit.
  • E-Mails werden nur von Desktop- oder Notebook-Computern geschrieben.
  • Mobiltelefone werden nur zum Telefonieren benutzt.
  • Soziale-Netzwerk-Websites sind komplett tabu.
  • Unterhaltungs-Websites (Snopes, Digg, YouTube, ect.) ebenso.

Ist das praktikabel? Aus meiner Sicht ein klares Jein. Dennoch werde ich die digitalen Ströme, denen ich meine Aufmerksamkeit schenke, neu ordnen. Problematisch ist hier nur, dass der Computer und das Web bei mir zur Arbeit, zur Kommunikation und zur Zerstreuung verwendet wird, da ich mich von meinem Fernseher getrennt habe und nur äusserst ungern telefoniere. Ferngesehen wird auch auf dem Computer nicht, Radio gehört schon. Ab und an spiele ich auch. So werde ich Mayers Vorschläge jedenfalls für mich umsetzen:

  • Gestartet habe ich heute nach dem Aufstehen. Das neue Regime, in dem ich mich zwinge effektiver mit den digitalen Informationsströmen umzugehen und sie neu zu evaluieren, sollte bis Sonntag den 10ten Januar andauern. Dann werde ich mir evtl. mehr gönnen aber auch hoffentlich einiges beibehalten.
  • E-Mails werden nur noch morgens oder abends (vorzugsweise nur noch abends) geschrieben und beantwortet.
  • Mobiltelefone werden zum Telefonieren benutzt – das ist nicht weiterhin schwierig. SMS-Textnachrichten waren noch nie ein Fall von mir und telefonieren ist ohnehin nicht meine Stärke. Mein Mobiltelefon benutze ich hauptsächlich als Stoppuhr. Das bleibt so. Ein Smartphone besitze ich nicht.
  • Soziale Netzwerke – das ist schwierig. Ich beziehe viele Nachrichten über Twitter. Twitter als Morgen- und Abendlektüre, inklusive einiger gelegentlicher Nachrichten meinerseits zu diesen Zeiten, scheint mir hingegen angemessen. Bei Facebook werde ich mir ein abendliches Spielchen FarmVille jedoch nicht verwehren. Aus der Mafia bin ich heute bereits ausgetreten. Andere Social Games spiele ich nicht. Da meine Tochter jedoch auf meinem Benutzerkonto Happy Aquarium – so ganz und gar nicht mein Fall – und ebenso FarmVille spielen darf, werde ich sie dennoch weiterhin dabei beaufsichtigen
  • Was sonst noch bleibt:
    • YouTube und SlideShare Objekte werde ich nur noch dann ansehen oder als Lesezeichen speichern, wenn sie in einem Weblog-Eintrag von beruflichem Interesse erscheinen.
    • Delicious benutze ich als Lesezeichenverwaltung und das bleibt auch so.
    • Digg – darauf verzichte ich schlichtweg.
    • Flickr und andere soziale Online-Fotodienste: Schwierig. Ich werde vorerst nicht mehr meinen Kontakten folgen, jedoch weiterhin Flickr als persönliches Grafikarchiv nutzen. Dieser Punkt ist insofern heikel, da ich in den nächsten Tagen einige SEO-Tests bezüglich Image-Hosting unter verschiedenen Diensten durchführen möchte.
    • Alle anderen Dienste, die ich vielleicht vergessen habe, fallen in eine der oben genannten Kategorien (Einschränken, Verzichten oder berufliche Nutzung).

Was wird demzufolge mehr genutzt werden? Auch diesbezüglich habe ich so meine Vorstellungen:

  • Der Computer, bzw. das Notebook wird wieder als das genutzt, was es für mich sein sollte: Ein Instrument zum Sammeln und Bearbeiten von Ideen.
    • Ich werde mehr Weblog-Beiträge schreiben.
    • Auch werde ich öfters die (bösen) Google-Docs benutzen, da ich es leid bin meine festgehaltenen Ideen zwischen Notebook und Desktop abzugleichen.
  • Schon seit geraumer Zeit habe ich Ideen für einige SEO-Tests. Ich werde die Zeit nutzen, um einige davon durchzuführen – und darüber Weblog-Artikel schreiben, die ich mit Grafiken, die bei Flickr gehostet werden, illustrieren werde.
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Allgemein &Literatur | 29 Dez 2009

Neujahrskaffee – 2010 bringt uns Google caffeine

Googles neuer Such-Algorithmus (Codename caffeine) soll (laut TechCrunch) im Neuen Jahr aktiviert werden – die offizielle Meldung von Google habe ich wohl über die Feiertage verschlafen. Was wird sich dadurch ändern? Nicht viel. Google caffeine reagiert spontaner (http://www.geldo.de/wordpress/2009/09/05/dritte-testrunde/) auf aktuelle Geschehnisse. Es ist eine Art Feinabstimmung “unter der Haube” der gigantischen Suchmaschine, die aktuellere Ergebnisse bevorzugt – Schlagwort: Suche in Echtzeit. Interessant dabei ist, dass den Namen der URLs wenig Beachtung geschenkt wird: Nur 5% enthalten eine exakte Übereinstimmung des Suchbegriffs und der URL wird insgesamt nur 6% Bedeutung beigemessen (TechCrunch).

Das leuchtet ein, denn aktuelle Nachrichten werden über viele Kanäle verbreitet – oft auch über gekürzte URLs, damit sie in die knappen Nachrichten/ Status-Updates von Microblogs wie z.B. Twitter passen (z.B. http://bit.ly/7feluT statt http://www.batz-leuchtsysteme.de/category/licht-und-beleuchtung/led-ringbeleuchtung/).
Das bringt uns zu einem weiteren aktuellen Thema: URL-Kürzer wie bit.ly, is.gd oder tiny.url erfreuen sich daher grosser Beliebtheit, sie sind teilweise bereits in die Clients der Microblogging-Dienste (z.B. TweetDeck) integriert und erlauben darüber hinaus Möglichkeiten zur Statistik-Erfassung und -Auswertung, da die URLs ja erst vom Anbieter des Dienstes verarbeitet werden, ehe auf die original URL weitergeleitet wird. Google mischt neuerdings mit seinem Dienst http://goo.gl/ auch hier munter mit.

Ist es nun obsolet seine URLs mit sprechenden (und demzufolge meist langen Namen) zu versehen? Mit nichten. SEO ist aus meiner Sicht die Belohnung für sorgfältiges Arbeiten. Wenn ich nun eine URL z.B. meinedomain.de/001/0234.html statt meinedomain.de/kategorie/name-des-artikels.html nenne, mache ich damit niemandem einen Gefallen. Eine sprechende URL erleichtert die Pflege und wieso sollte ich auf die zusätzliche Gewichtung im Ranking verzichten, zumal die vernünftige Benennung vom CMS sowieso automatisch vorgenommen wird?

URL-Kürzer können hier ein interessantes Vehikel sein, die Original-URL zu verbreiten. Twitter ist aus Erfahrung ein gutes Mittel, um URLs (auch bei Google) bekannt zu machen – ich spreche hier nicht von Spam. Die Inbetriebnahme eines eigenen URL-Kürzers von Google selbst, ist ein weiteres Indiz, dass der Suchmaschinen-Anbieter diesen Diensten besondere Beachtung zuteil werden lässt.

Eine sprechende URL in Verbindung mit einem Kürzer (vielleicht sogar der von Google selbst) ist für mich ein unschlagbares Paket. Der Kürzer ermöglicht eine rasche Verbreitung, Indizierung und Auswertung der URL und die sprechende Adresse im Original punktet durch zusätzliche Schlagwörter und Benutzerfreundlichkeit.

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Rutsch – es bleibt spannend!

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Allgemein &Fortschritt Diplomarbeit | 28 Aug 2009

Modell einer zukünftige Web-Suche – aktualisiert

Modell einer zukünftigen Web-Suche

Modell zukünftige Web-Suche – Originally uploaded by Hank Mobley

Gestern Nacht bis heute in den frühen Morgenstunden saß ich an dieser Zeichnung. Warum immer nachts?
Die Überlegungen zu diesem Modell sind folgende:
Eine Echtzeit-Suche, so wie sie z.B. derzeit von TwitterSense (Quelle: http://www.techcrunch.com/2009/08/27/twittersense-its-coming/) entwickelt wird, kann die konventionelle Suche, die auf Archiven basiert, (zumindest vorerst) nicht ersetzen.
Eine Bereicherung für Informationssuchende ist die Suche in Echtzeit auf jeden Fall. Ein Modell, das derzeitige Suchmöglichkeiten kombiniert, könnte wie folgt aussehen:
Der Benutzer stellt sich seinen Informationsstrom aus unterschiedlichen Kanälen zusammen. Die Echtzeit-Suchmaschine setzt Zeiger auf Einträge, die von Interesse sein könnten. Wird eine Information für wertvoll gehalten (oder auch nur, um später in Ruhe gelesen werden zu können), wandert sie ins persönliche Archiv, in dem Schlagworte und Bewertungen vergeben werden können und das natürlich selbst über Suchfunktionen verfügt (ähnlich Delicious).
Parallel dazu existiert natürlich noch ein globales Web-Archiv des gesamten Datenstroms (z.B. Google). Aus diesem können ebenso Informationen gezogen werden. Mundpropaganda vs. Bibliothek quasi.

Interessant ist hier die Schnittstelle zwischen persönlichem und globalem Archiv. Hier werden die Informationen bewertet, verglichen und berechnet. An diesem Schnittpunkt setzen Lösungen wie WolframAlpha und auch Wikis an. Ergebnisse, die sich hier ergeben, können wieder in den Datenstrom einfliessen.

Update: Twine ist bereits daran ein ähnliches Konzept (mit APIs) zu realisieren:

http://www.techcrunch.com/2009/09/18/sneak-peak-at-t2-twines-semantic-search-engine/

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Allgemein | 15 Aug 2009

Google zeigt den WebFinger – Gmail Addresse könnte bald eindeutige Webidentität werden

Google Points At WebFinger. Your Gmail Address Could Soon Be Your ID.
Diese Meldung stammt von TechCrunch. Google plant seine Gmail-Addressen zum eindeutigen Identifikator im WWW zu machen. Mit dieser Web-Identität können weitere Informationen verknüpft werden. Einige Beispiele:

  • Ein öffentliches Benutzerprofil
  • Eine Verknüpfung mit einer globalen Web-Identität, z.B. OpenID
  • Dienste, die unter dieser E-Mailadresse genutzt werden, z.B. Facebook, Twitter, Flickr, ect.
  • Ein Avatar
  • Ein Jabber Identifier
  • Unterschiedliche Informationen über die Person hinter der Web-ID, abhängig davon, wer diese Information abrufen will (z.B. Arbeit, Freunde, Öffentlichkeit, ect.)
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Allgemein | 08 Jul 2009

Google Drops A Nuclear Bomb On Microsoft. And It’s Made of Chrome.

Google Drops A Nuclear Bomb On Microsoft. And It’s Made of Chrome.

Jetzt ist es soweit, das WebOS wird programmiert und HTML 5 wird Bestandteil dieses Betriebssystems werden. TechCrunch berichtet mal wieder am besten!

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