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Tag-Archiv für 'Social Media'

Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 15 Jul 2011

Google nippt am Foto-Wein

Photovine ist ein interessantes Experiment, das der Maschine Google ein Bildergedächtnis und Semantik beibringen könnte.

Der Nutzer lädt ein Bild hoch und versieht es mit Schlagworten. Gleichgesinnte können daraufhin eigene Fotos daran anknüpfen, die sie mit den Schlagworten in Verbindung bringen:

Eine Assoziationskette entsteht.

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Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 30 Mai 2011

Privates soziales Netzwerk oder geschönte Überwachung?

Baby show

Familienbande: Privates soziales Netzwerk - die einen freuen sich, die anderen eher weniger.

Selektive Wahrnehmung, oder nimmt das Thema Überwachung in der Tat derzeit kein Ende? Neben den Missbräuchen, Schludrigkeiten und Sicherheitslücken der Platzhirsche wie Facebook, Google und Apple mit den nutzergenerierten Daten, verschwinden die Bemühungen der ambitionierten kleinen Mittstreiter fast im Rascheln des virtuellen Blätterwalds.

Auf folgende zwei Applikationen wurde ich über meinen RSS-Feed von TechCrunch aufmerksam.

I’mOK – die harmlosere der beiden, lässt sich als privates soziales Netzwerk bezeichnen. Eltern, die sich um das Wohlergehen ihres Sprösslings sorgen, stellen Belohnungen in Aussicht, die der Nachwuchs durch ein Punktesammel-System einlösen kann. Punkte gibt es für das freiwillige Preisgeben von Informationen über Aufenthalt, Tätigkeit oder Photos über die Applikation I’mOK.

ImOK Intro Video – Knowing without the nagging from I'mOK on Vimeo.

Auf diese Weise können die Eltern beruhigt sein, ohne die Kinder nerven zu müssen. Das verspricht zumindest der Dienst. Ich wäre hingegen in meinen jungen Jahren durch so eine Applikation erst so richtig angefressen gewesen und hätte Möglichkeiten ersonnen, dieses System zu unterwandern.

Noch bunter treibt es da Footprints. Diese Anwendung sollte iStalk heissen. Sie geht über das, was Apple mit dem Aufzeichnen der Geodaten bei iPhone und -Pad versuchte, weit hinaus und versucht es unter dem Mäntelchen der Fürsorge zu legitimieren. Einmal eingerichtet, kann der Beobachter die Bewegungen und die Bewegungsgeschwindigkeit des präparierten iPhones in Echtzeit auf einer Karte verfolgen. TechCrunch weist in seinem Artikel darauf hin, dass es durchaus nützliche Einsatzmöglichkeiten für Footprints im Unternehmen geben mag, wenn es darum geht die Ressourcen einer verteilten Mannschaft geographisch sinnvoll zu verwalten.
Die Möglichkeiten zur übertriebenen Überwachung sind aber auch nicht gerade zu vernachlässigen.

Auch dieses System kann unterwandert werden und wenn tatsächlich der Einsatz im privaten Bereich in Erwägung gezogen werden sollte, ist es vermutlich besser, im Vorfeld darüber nachzudenken, was denn den eigentlichen Grund dieser Notwendigkeit überhaupt darstellt.

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Allgemein &postaweek2011 | 10 Apr 2011

Ja wo laufen sie denn, wo laufen sie denn hin?

Da laufen sie, da laufen sie hin!

Auch wenn es diese Woche einige Meldungen im Bereich der Technologie gab – Facebook legt Serverstruktur offen, Google investiert in Sonnenenergie, … – nichts hatte so wirklich den “Wow”-Faktor, dass ich hier darüber berichten wollte. Gestern abend war ich bei Ahmad Jamal in Bern, aber darüber muss ich noch ein wenig nachdenken, bevor ich davon schreiben werde, sodass dieser Artikel erst für postaweek2011 nächste Woche herhalten muss.

Mittlerweile hat mir Apple per SMS und E-Mail mitgeteilt, dass mein iPad2 nebst Cover zwar separat, aber am gleichen Tag eintrudeln sollte. Nächste Woche und daher wesentlich früher als erwartet, soll es soweit sein.

Angeblich kündigt sich ja das Sommerloch dieses Jahr vorzeitig an. Umso besser, Zeit ins Freie zu gehen und z.B. zu Laufen, Rennen, Rollschuhfahren, Radeln…

Die Leute hinter WordPress rennen ja bereits jetzt schon durch die Gegend (Sommerloch?) und veranstalten ihren Automattic’s Worldwide WP 5k. Ich bin gestern und heute 5,5 km solidarisch mitgelaufen und finde, dass fünf Kilometer relativ kurz sind – normalerweise laufe ich 7 – 8 km.

Ich verfüge über eine “kurze Runde” und dachte bereits, dass sie dem 5K-Kriterium entspricht, war mir aber nicht über die korrekte Länge im Klaren. Automattic empfiehlt daher den Dienst von MapMyWALK. Damit konnte ich die Länge der Strecke überprüfen. Die Einsteiger-Version dieses Dienstes ist umsonst und nachdem ich ungefähr eine Woche damit herumgespielt habe, habe ich noch lange nicht den vollen Funktionsumfang ausschöpfen können.

Eine kurze Kostprobe der Möglichkeiten:

  • Es kann eine Vielzahl an In- und Outdoor-Aktivitäten erfasst und ausgewertet werden.
  • Der Import von Geo- und anderen Gerätedaten ist möglich.
  • Die Strecken lassen sich anhand des Höhenprofils analysieren.
  • Soziale Funktionen ermöglichen das Kräftemessen mit Freunden.
  • Und und und – ich habe noch lange nicht alles ausprobiert, bzw. tatsächlich benötigt.

Besonders interessant fand ich die Kern-Funktionen, das Abmessen von Strecken und Anzeigen des Profils.
Zwei Beispiele:

Ich brachte unser Töchterlein diese Woche am Vormittag ins malerische Nachbardörfchen zu einer Veranstaltung im Rahmen des Ferienprogramms. Diese Veranstaltung dauerte nur eine Stunde – zu kurz, um wirklich noch etwas zwischen Abliefern und Abholen zu veranstalten. Durch das naheliegende Wäldchen verläuft eine meiner langen Laufrunden, die ich aber nicht im Zeitrahmen hätte vervollständigen können. Mit MapMyWalk war es jedoch möglich, mir kurz vorher einen 2,5 km langen Rundkurs zusammenzuklicken – inklusive einer kleineren Schlussrunde, falls ich keine drei Durchgänge in der hügeligen Landschaft schaffen sollte. Ohne also planlos draufloszurennen, wusste ich, dass ich zwei grosse Runden und eine kleine im Zeitrahmen locker zustande bringen konnte – ein grosser Vorteil beim tatsächlichen Lauf.

So habe ich es dann letztlich auch gemacht und obwohl ich kein Fan von Rundkursen bin, war das eine willkommene Abwechslung und wird vielleicht ein zukünftiges Hügeltraining werden.

 

Zweite Fallstudie: Bleiben wir gleich bei den Hügeln, mit denen diese Gegend hier aufwarten kann. Mir liegt eine Broschüre eines in der Nähe stattfindenden Laufes vor und es währe sicherlich eine Abwechslung daran teilzunehmen. Wenn das Gelände arg ruppig ist, hätte ich dennoch ein paar Probleme. Hügel hinaufzurennen ist weniger das Problem, als hinunter. Bergab bekomme ich leicht Muskelschmerzen. Ich arbeite zwar daran und es wird beständig besser, aber ein Blick auf das Höhenprofil wäre aufschlussreich und entscheidet über Teilnahme oder Absage. Nun, ein Streckenprofil wurde zwar nicht bereitgestellt, ein Streckenverlauf jedoch schon. Dieser schnell in MapMyWALK eingegeben, präsentiert mir den Höhenverlauf (s. Bild). Dieser stellt mich vor keine allzu grossen Schwierigkeiten und eine Teilnahme ist möglich. Auf meinem anderen Weblog werde ich gegebenenfalls darüber berichten.

Fazit:

Wer hin und wieder läuft, geht, skatet oder radelt, sollte den Dienst ruhig einmal ausprobieren – wenn er es nicht ohnehin schon macht (und nur ich bin wieder einmal hinter der Zeit) – zumal MapMyWALK die Anmeldung momentan über ein Benutzerkonto bei Google, Facebook, Twitter, Yahoo!, Messenger, LinkedIn, MySpace, FourSquare und Orkut erlaubt, sodass keine zusätzliche Registrierung notwendig ist.

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Allgemein &postaweek2011 | 10 Mrz 2011

Eingeschlossen in der Relevanz-Blase – Zeit für die Dusel-Maschine

Bubble World

Leben in einer abgekapselten Welt - schön, schön einfältig!

Kaum, dass wir persönliche Ergebnisse von Suchdiensten erhalten, werden schon die ersten Kritikerstimmen laut. Credo: Wenn wir nur die Informationen zugesteckt bekommen, die wir tatsächlich auch beachten, erweitern wir unseren Horizont nicht mehr. Prinzip Chinesische Mauer – wir leben in unserem eigenen Mini-Universum und schauen nicht mehr über den Tellerrand hinaus. Und das bei so einem innovativen Medium wie dem World Wide Web!

Nun, das Problem ist folgendes: Wir würden ja z.B. gerne “Krieg und Frieden” lesen, greifen aber dann doch zum “Lustigen Taschenbuch” oder der Fernbedienung. Das zeichnen die schlauen Algorithmen der diversen Web-Dienste natürlich geflissentlich auf und präsentieren uns als Folge dessen nur noch intellektuelles “Junk Food” und so entstehen ungewollt Scheuklappen, die das Blickfeld einengen. Doch irgendwie muss dem anschwellenden Informationsstrom Einhalt geboten werden, damit der Informationssuchende keine nassen Füsse bekommt.

Das Thema Relevanz habe ich hier in diesem Zusammenhang bereits des öfteren behandelt. Relativ neu und dementsprechend spannend ist der aufkommende Begriff Serendipidität, glücklicher Zufall – weniger akademisch ausgedrückt, oder einfach Dusel im süddeutschen Sprachraum, der derzeit im Zusammenhang mit Relevanz öfters genannt wird.

Serendipidität

Grafik nach "The Information Discovery" Matrix von Mahendra Palsule in "The Age Of Relevance"

Die Dusel-Maschine liefert mir demzufolge, indem sie den Relevanz-Filtern ein Rauschen hinzufügt, Ergebnisse, an die ich gar nicht gedacht hätte, die aber dennoch für mich interessant sind. In meinem Fall ist dies StumbleUpon und Twitter.

StumbleUpon überrascht mich immer noch mit Ergebnissen aus den weit gesteckten Interessensbereichen, die ich selbst so eingestellt habe. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die schlauen Filter den Streuungsfaktor weiter einengen werden, sofern ich selbst nicht eine überraschende Handlung vornehme.

Twitter benutze ich in der Rohform quasi, direkt aus dem Browser und lese meine 15 bunt gewürfelten Quellen, die zwar meist aus der Technologie kommen, aber auch einen Farmer aus Alabama und eine “Soccer mom” beinhalten, eben wegen dem Streuungsfaktor der Ergebnisse.

Einige Stimmen verlangen die Freigabe und Einsicht in die verwendeten Algorithmen der Dienste oder einen Streuungsregler, mit dem den Suchergebnissen ein gewisser Anteil Zufallsrauschen hinzugefügt werden könnte. Bis dahin müssen wir jedoch selbst auf die gesunde Mischung unserer Informationsdiät achten.

mashup

Fachartikel und ein LTB - die Mischung macht's!

Wenn wir also tatsächlich “Krieg und Frieden” lesen wollen, nimmt uns das niemand ab. Ein Hörbuch wäre da ein praktikabler Kompromiss. Was unseren Konsum angeht, sind wir aber genau so selbstverantwortlich, wie wir das für das Hinterlassen unserer Datenspur auch sind. Und so beisst sich die Schlange in den Schwanz, denn das eine bedingt auch hier das andere.

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Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 02 Mrz 2011

(Noch) ein Film über Facebook

Status des Facebook-Projekts


Nach dem Kinofilm ein weiterer Film über Facebook? Höchstwahrscheinlich.
Das Projekt “The Future of Facebook” ist derzeit noch beim Sammeln für das moderate Budget von mindestens 5.000 US$. Je mehr Geldmittel zustande kommen, desto opulenter soll das Projekt, das mit Sicherheit nicht kommerziell orientiert ist, werden. Die kurze Vorschau besteht, den moderaten Mitteln entsprechend, aus einem Zusammenschnitt verschiedener Webcam-Interviews. Der Inhalt ist entscheidend. Und so melden sich allerhand illustre Persönlichkeiten – u.a. Kevin Kelly und Nova Spivack – zum Thema Facebook zu Wort.
Das Ergebnis könnte interessant werden. Aber muss es denn immer nur Facebook sein?
Ich habe nicht gespendet, denn so wie es aussieht, werden die benötigten Mittel in Kürze beschafft und wen das Thema wirklich interessiert, der folgt ohnehin den Meinungsmachern in diesem Bereich.

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Allgemein &postaweek2011 | 22 Feb 2011

Dinner 2.0 – Smartphone-Gefummel am Tisch. Wo bleiben die Manieren?

Genevieve Clark (LOC)

Telephon oder Essen, so war das früher.

Die Qualität des Technologie-Weblogs TechCrunch lässt leider bereits seit einiger Zeit immer mehr nach. Mit der Übernahme durch AOL ging es aber noch weiter den Bach hinunter. Die Autoren hinter den Beiträgen wirken selbstgefällig, selbstherrlich und scheinen nur noch auf eine fesselnde Schlagzeile aus zu sein, der Artikel dahinter ist nebensächlich. Motto: Je spektakulärer die Überschrift, desto belangloser der Inhalt. (Wohltuende Ausnahme stellen noch die Gastautoren dar.)

Den letzten Artikel von MG Siegler kann ich nur noch als rotzfrech bezeichnen. Dieses Manifest des “Dinner 2.0″ mit dem Titel “I Will Check My Phone At Dinner And You Will Deal With It” strotzt nur so vor Arroganz, Rücksichtslosigkeit und Allgemeinplätzen. “Get with the program, or get out of the way.” – so ein das Fazit des Artikels. Dabei macht sich Siegler sich nicht einmal die Mühe zwischen unterschiedlichen Nutzungsarten des Smartphones zu differenzieren.

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Haaaalloooo! Dinner 2.0 - seufz!

Aktualisierungen des Facebook-Status’ oder das Lesen von Mitteilungen ist ebenso o.k. wie das Konsultieren von Wikipedia in Streitfragen. Hier liegt aber der Unterschied, der nicht herausgearbeitet wird. Die gemeinsame Nutzung eines Gerätes als Gruppe nach dem Motto: “Zeig doch mal die Bilder!” beispielsweise, unterscheidet sich sehr wohl vom Abkapseln seines Gegenübers, bei dem das Gerät wichtiger als die reale Person wird. Bei letzterem hingegen frage ich mich, warum treffe ich mich dann überhaupt mit diesem Menschen? Das Smartphone als Gemeinsamer Gegenstand der Unterhaltung ist aus meiner Sicht in Ordnung, als Gegenstand der Zerstreuung vom wirklichen Geschehen jedoch nicht.  Der Anstand im Zeitalter des ständigen Vernetzt seins bleibt zu Gunsten Twitter, Facebook, E-Mail und Co. ohnehin schon viel zu oft auf der Strecke. Viel eher gilt es doch, seiner Gesellschaft gegenüber Respekt zu zeigen und wenn das nun mal ein langweiliges Geschäftsessen oder das allmonatliche Pflichttreffen mit den Eltern ist, dann gilt doch wohl eher hier  ”Get with the program, or get out of the way.” Auch die langweiligste Unterhaltung geht einmal zu Ende.

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Allgemein &postaweek2011 | 14 Feb 2011

Bill Lama, Dalai Obama, Barack Gates?

Was haben der Dalai Lama, Barack Obama und Bill Gates gemeinsam?


Ich klickte auf den Retweet einer Meldung des Dalai Lama. (Wenn ich mich recht entsinne war das Nova Spivack, dem ich dies zu verdanken hatte.) Postwendend bekam ich von Twitter die Empfehlung, mir u.a. Bill Gates und Barack Obama in den Stream einzuverleiben, da sie dem Dalai Lama ähnlich seien. Tatsächlich?
Kommt darauf an, was hier zum Vergleich herangezogen wird. Ich habe diese Empfehlung etwas unter die Lupe genommen, da mich die unterschiedlichen Persönlichkeiten (Dalai Lama, Obama, Gates) doch etwas stutzig gemacht haben. Von den Kurzmeldungen her, die sie von sich geben, haben diese drei wenig gemeinsam. Was sie jedoch gemeinsam haben, ist, dass ihre Meldungen über den Kurznachrichtendienst von ausserordentlich vielen Nutzern verfolgt werden. Das hingegen allein ist eine recht plumpe Empfehlung, sollte nur die aggregierte Masse und die Tatsache, dass alle Meinungsmacher darstellen, hierfür verantwortlich sein. Bei genauerer Betrachtung stellte ich fest, dass einige meiner Quellen ihrerseits die Meldungen des Dalai Lama, Obama oder Gates verfolgen. Und hier liegt das Problem des Algorithmus: Nehme ich äusserst beliebte Quellen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass sich die Quellen, die wiederum ich für interessant erachte (also meine Freunde), ohnehin für diese Meinungsmacher interessieren.
Soziale Relevanz

Ist diese Modell der Relevanz wirklich noch das Gelbe vom Ei?


Damit ist das obige Modell der Relevanz allein nicht mehr aussagekräftig genug. Zusätzlich müssen die Themen der Quellen, die ich für so interessant erachte, dass ich damit meinen Datenstrom fülle, zu Rate gezogen werden.
Ich habe letztlich keinen der drei meinem Datenstrom hinzugefügt. Ich verfolge derzeit 20 Quellen auf Twitter und das ist mir mehr als genug. Ich überfliege zumindest jede einzelne Meldung. Vermutlich ist es bei Twitter ähnlich wie bei einem Portfolio von Wertpapieren: Es genügt eine Handvoll, um alle Bereiche abgedeckt zu haben. In diesem Sinne werde ich meine Quellen weiter evaluieren und eher noch mehr ausdünnen, als zusätzliche hinzuzufügen.

Trauriger Nachtrag: Ich habe soeben erfahren, dass sich meine Quellen von selbst reduziert haben. Mayer Spivack, Vater des eingangs erwähnten Nova Spivack ist am 12ten Februar dieses Jahres nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben.

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Allgemein &postaweek2011 | 26 Jan 2011

Ich stosse zufällig darauf und mache es kenntlich

Alternativen zu Delicious und wie die Lesezeichen umziehen

Das Problem mit Delicious war, dass es immer recht ruhig um den Dienst war – ganz im Gegensatz zu beispielsweise Digg. Delicious hat immer zuverlässig im Hintergrund seinen Dienst verrichtet – diese dezente Zurückhaltung allein machte stutzig. Vielleicht würden bald kostenpflichtige Derivate davon angeboten werden? Weit gefehlt, der Lesezeichen-Dienst wird – es ist nur eine Frage der Zeit – vom Eigentümer Yahoo! suspendiert. Ein Aufschrei ging durch das Web. Ein, zwei Tage bestenfalls, dauerte die Entrüstung an. Und nun? Wieder Ruhe. Doch die Ruhe ist trügerisch. Vielleicht wird der Dienst demnächst einfach ausgeknipst und das war’s dann.
Mitbewerber Digg ist da auch nicht gerade zimperlich. Im Zuge der letzten grösseren Überarbeitung des Erscheinungsbildes wurde auch mein Benutzerkonto wegrationalisiert. Ich meldete mich bis dato immer mit meiner Facebook-Kennung an. Das funktionierte beim neuen Digg nun nicht mehr und nach einer Neuregistrierung des gleichen Benutzers waren meine Lesezeichen fort. Kein grosser Verlust, doch Digg ist für mich seitdem passé.
Ein Grund mehr, um die Lesezeichen von Delicious zu sichern und sich nach Alternativen umzusehen. Zuerst beleuchte ich kurz die Alternativen, die für mich in Frage kamen, anschliessend erläutere ich den Export der Lesezeichen bei Delicious und den Import bei Connotea – meiner neuen Lesezeichenverwaltung.
Ich glaube, dass es die Macworld war, die schrieb, dass StumbleUpon Delicious ersetzen kann. Ich habe es ausprobiert und muss sagen, dass diese Aussage für mich nicht zutrifft. StumbleUpon ist ein netter Ersatz zu Digg. Ich kann dort Lesezeichen ablegen, ihnen Kategorien zuordnen und mir aufgrund meines Profils Webseiten empfehlen lassen, die mich interessieren könnten (und die ich vermutlich sonst nie gefunden hätte) – das ist durchaus unterhaltsam. Der Fokus liegt hier eindeutig auf Unterhaltung, zum richtigen Arbeiten mit den Lesezeichen taugt das aber wenig. Als probate Alternative wird hier Pinboard angepriesen. Für die Nutzung wird eine einmalige Einrichtungsgebühr verlangt, die jedoch seltsamerweise inflationär ansteigt. Für Pinboard wird zwar begeistert geworben, irgendwie skeptisch bin ich dennoch. Hier kommt Connotea ins Spiel. Connotea richtet sich an Kliniker und Wissenschaftler, die ihre online Quellen verwalten möchten. Über die Erweiterung Shareaholic oder AddToAny können Hyperlinks direkt aus dem Browser heraus abgelegt werden. Connotea erlaubt den Im- und Export bereits angelegter Lesezeichen-Listen in verschiedenen Formaten. Und wie das funktioniert beschreibe ich jetzt:
Zuerst müssen die Lesezeichen aus Delicious exportiert werden. Dieser Menüpunkt befindet sich hier, unter “Settings”.

Um an den Lesezeichen Export zu gelangen, muss von der Startseite zuerst auf "Settings" geklickt werden.

Und dann unter dem zweiten Menüpunkt des Oberbegriffs “Bookmarks” – “Export/ Backup Bookmarks”.

Punkt zwei der Einstellungen widmet sich den Lesezeichen - auch dem Ex- und Import.

Von dort aus werden geschickter Weise zuerst alle angesammelten Lesezeichen in einer Datei auf den lokalen Rechner gesichert. Zusätzlich bietet sich ein Export nach Schlagworten oder Schlagwortkombinationen an, da der Import von umfangreichen Sammlungen ggf. einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Über den Export nach Schlagworten, lassen sich die Lesezeichen portionsweise exportieren - hier alle, die ich mit "wired" gekennzeichnet habe.

Dummerweise kann Connotea ebenfalls die Schlagworte, die Delicious (unsichtbar) der HTML-Datei beigefügt hat, nicht auslesen. So macht der stückweise Export doppelt Sinn.

Nun bei Connotea angelangt, können die Lesezeichen hier (häppchenweise) importiert werden. Oder von der Startseite aus auf “My Library” (rechts oben) klicken.

Die Verwaltung der Lesezeichen befindet sich bei Connotea rechts oben unter "My Library".

Anschliessend in der “Toolbox” (auch rechts unter “My Library”) “Import from local file” auswählen.

Die Option zum Import der Lesezeichen befindet sich in der "Toolbox".

Im nächsten Dialogfenster können wir nun letztlich unsere lokale Datei auswählen und allen Lesezeichen – hier meine gesammelten Wired-Artikel – voreingestellte (default) Schlagworte mittels “Tagging logic” mitgeben – ich entschied mich wieder für “wired”. So kompliziert wie sie aussieht, ist diese Logik nun auch wieder nicht, zumal die Importroutine von Connotea die Schlagworte der Lesezeichen-Datei ohnehin nicht ausliest.

Nicht verwirren lassen, die Optionen sind nur halb so wichtig, wie sie scheinen.

Hier ganz kurz die Punkte der Logik nacheinander erklärt:

  1. Benutze die Schlagworte aus der Lesezeichen-Datei, oder die “default tags”, sofern keine gefunden werden.
  2. Benutze die Schlagworte aus der Lesezeichen-Datei und die “default tags”.
  3. Benutze die Schlagworte aus der Lesezeichen-Datei, und überspringe die Einträge ohne Schlagworte.
  4. Benutze nur die “default Tags” und ignoriere alle anderen.

Momentan ist es egal, ob zwischen Möglichkeit 1, 2 oder 4 gewählt wird. Ist dies abgehakt, auf “Upload” klicken und der Dinge harren, die noch kommen.

Geglückter Import.

In der Regel sollte nun eine ähnliche Erfolgsmeldung wie obige angezeigt werden. Nun lassen sich noch einzelne Einträge vom Import ausschliessen, indem das entsprechende Häkchen dahinter entfernt wird. Ist alles in Ordnung, einfach auf “Confirm” klicken – andernfalls “Cancel” auswählen. Herzlichen Glückwunsch, es ist vollbracht, die Lesezeichen haben ein neues Heim. Während des Importvorgangs können noch ein paar weitere Meldungen angezeigt werden:

Maschine an Mensch: Bist du tatsächlich einer?

Hin und wieder muss ein Sicherheitscode abgetippt werden.

Dubletten werden erkannt und übersprungen.

Bereits vorhandene Einträge werden erkannt und nicht doppelt hinzugefügt.

Speziell strukturierte Web-Dokumente werden interpretiert.

Wird die Struktur eines Dokuments erkannt, wird diese Information bei der Darstellung des Lesezeichens verwendet. Das war’s! Viel Spass mit Connotea!

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Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 24 Jan 2011

Statt drögem Powerpoint einfach Mindmaps präsentieren

Derzeit treffe ich gerade Vorbereitungen für eine neue Präsentation. Nachdem Vorträge mit dem Beamer für alle Beteiligten oft eher Fluch als Segen sind – tödlich ist hier das Mittelmaß, denn grottenschlechte Präsentationen sind mindestens ebenso unterhaltend wie wirklich gute – ist es immer wieder eine Herausforderung zu den Besseren zu gehören und nicht ins Mittelfeld abzurutschen. Ein ganz neuer Ansatzpunkt könnte hier Prezi sein, denn ähnlich einer Mindmap, generiert der Benutzer einen Gedankenstrom inklusive Bezugspunkte und löst sich so von monotoner Folienklickerei. Mir ist der Dienst persönlich momentan noch etwas zu restriktiv, da er nur ca. 100 MB gratis Speicher bietet und der Platzhirsch hier immer noch SlideShare ist. Wer sich jedoch beim Erstellen seiner Folien wirklich schwertut, für den könnte der Webdienst eine veritable Alternative sein.

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Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 19 Jan 2011

Lebenszeichen von Kevin Kelly



Kevin Kelly ist ein Vordenker der technologischen Evolution. Der Mitgründer des Wired-Magazins hat dazu unlängst wieder ein Buch geschrieben. Das mag auch Grund dafür sein, dass es in letzter Zeit etwas still um ihn geworden ist. Zwar gehören die zwei obigen Clips jetzt nicht unbedingt zu den Highlights um Kelly (was auch am Interviewer liegen mag). Dennoch ist es erfreulich, den Ausführungen des alten Haudegens wieder einmal zu folgen.

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