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Tag-Archiv für 'Schweiz'

Jazz dominik | 23 Jan 2010

Enrico Rava – Stefano Bollani Duo, Neumünster in Zürich 2010-01-22

Kirche-Neumünster-Zürich
Die Neumünster Kirche in Zürich – kalt war’s.

Ein Duo mit Enrico Rava tr und Stefano Bollani p und dazu noch das einzige Konzert schweizweit. Was könnte einen passenderen Rahmen dazu liefern als es in einer Kirche abzuhalten, dachte ich mir, als ich bereits (auf den Tag genau) vier Monate im voraus meine Karte löste – Kirchenschiff vorne, 60,– SFr (nicht gerade ein Pappenstiel, aber empfehlenswert). Im nachhinein muss ich sagen, dass die Kirche für dieses Konzert und zu dieser Jahreszeit wohl die beste Wahl war. Das Konzert war gut besucht, ich konnte kein Mischpult, keine Mikrofone, keine Lautsprecher finden, die Musik drang wirklich sozusagen unplugged an die Ohren, ein besonderer Genuss von einem Sitzplatz in der ersten Reihe aus, gerade mal zwei Meter weit von Podium und Musikern entfernt. Um diesen zu bekommen hieß es jedoch (auch diesmal) zeitig da sein im Allgemeinen und sich kalte Füsse holen – im Speziellen. Obwohl – entgegen meinen Befürchtungen – das Gotteshaus einigermassen temperiert war, wurden meine Extremitäten während des Konzerts nicht mehr ganz so warm wie sie anfangs einmal waren. Zusammenfassend fügte der Veranstaltungsort der Intimität eines Duos einen ungewöhnlichen Aspekt der Förmlichkeit hinzu und ich kam mir mehr als Zuschauer, denn als Beteiligter (wie es in einem kleinen Club durchaus der Fall ist) vor.

Das Konzert selbst dauerte gut 90 Minuten und verlief ohne Pause. Dass sich beide Musiker auf höchst proffesionellem Niveau bewegen, wurde spätestens dann klar, als die “Warmspielphase” bereits im Verlauf des ersten Stücks vorbei war, wobei Rava selbst während des ganzen Konzertes sehr nachdenklich wirkte. Der gut 70-jährige Rava spielte souverän auf seiner Trompete, die bisweilen so weich wie ein Flügelhorn klang. Dass sein Vorbild Miles Davis ist, kam dabei deutlich zum Ausdruck, dennoch bediente er sich einer ganz eigenen Bandbreite an Emotionen, Anspielungen und Anekdoten und ich bin mir nicht sicher, was mir letztlich besser gefallen hat, die Musik oder das Schauspiel, das die beiden Musiker mit ihren Dialogen darboten. Denn Bollani (37) am Piano war – im Gegenteil zu Rava – an diesem Abend der Spassvogel, ohne dabei in die Trivialität abzurutschen. Bollani gautschte auf seinem Klavierhocker hin und her, stampfte mit den Füssen zu seinem Spiel auf das Podium oder benutzte einfach den Klangkörper des Pianos für eine Percussion-Einlage. Vielleicht hat er aber auch zu lange draussen gestanden und ihm war in seinen abgelaufenen Sneakers und seiner löchrigen Jeans schlichtweg auch kalt geworden.

Musik kann Türen im Kopf öffnen, hinter denen neue Entdeckungen oder längst vergessene Kostbarkeiten auf einen warten. Dieses Konzert hat keine Türen aufgestossen, jedoch ganz leise, fast unmerklich haben sich einige bei mir im Laufe der vergangenen Stunden seit gestern aufgetan und abschliessend lässt sich sagen, dass dieses gestrige Ereignis nachdenklich, ungestüm und doch subtil, geistreich, witzig und vor allem stilvoll war. Rava spielte gewohnt genial gut und Bollani ist ein an Jahren noch junger Pianist, der sicherlich noch einiges von sich hören lassen wird und darauf bin ich besonders gespannt.

Als ich dann heute, tags darauf beim Aufwachen Hip Hop/ Reggae-Klänge aus dem Wohnzimmer vernahm (nichts gegen Reggae und Hip Hop), wusste ich, dass dieser Tag problematisch werden würde und bei meinem Nachmittagsausflug hatte ich dann Paul Bley p, Gary Peacock b und Paul Motian dr auf dem Kopfhörer – Musik, die zu dieser gestrigen Erfahrung meiner Meinung nach besser passt.

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Jazz dominik | 12 Jan 2010

Tingvall Trio Vattensaga Tour – Moods im Schiffbau, Zürich 2010-01-10

Tingvall Trio Moods Zürich 2010-01-10

Martin Tingvall p, Omar Rodriguez Calvo b und Jürgen Spiegel dr (v.l.n.r.) – kurz vor Türöffnung

Sonntag ging es für mich zeitig los: Kurz nach drei Uhr Nachmittags in die S-Bahn nach Solothurn und von dort nach Zürich. Alles verlief recht zügig und so blieb mir noch genügend Zeit, um durch die Baustellen am Verkehrsknotenpunkt Escher-Wyss-Platz zu irren. Wer also (vom Zürcher HB) ins Moods will, der beherzige folgende Faustregel: Mit der Tram zum Escher-Wyss-Platz, dann links. Das Moods im Schiffbau ist auf der rechten Strassenseite. Unter der Brücke sind übrigens ausreichend Parkplätze für Autos vorhanden. Bei meinem Eintreffen kurz vor Kassenöffnung bot sich mir folgendes Bild:

Moods Zürich

Wobei die vier auf diesem Foto gar nicht auf die Türöffnung warteten. Kurz darauf kamen die Musiker heraus und die Kasse öffnete sich. Zaghaft trudelten erste einzelne Besucher ein, letztlich füllte sich das Moods erst ca. eine halbe Stunde vor Konzertbeginn langsam, aber merklich.

Nach eigenen Angaben der drei Musiker war dies das erste Konzert in der Schweiz. Und nach einem etwas zaghaften Intro mit “Welle rein” (Våg in – von Vattensaga) und einem weiteren Stück, dessen Namen mir leider entfallen ist, war der kritische Moment überstanden und von da an bauten die drei immer mehr Druck auf. Das lag auch am dankbaren Publikum, das die Leistungen entsprechend honorierte und dadurch mit Martin Tingvall, Omar Rodriguez Calvo und Jürgen Spiegel in Dialog trat.

Das Programm bestand aus Werken aller drei Alben des Trios (Skagerrak, Norr und Vattensaga), wobei der Schwerpunkt aus Stücken des aktuellen Albums stammte. Im Gegensatz zu den Studioaufnahmen verfügt das Trio live beim Darbieten seiner lyrischen Kompositionen gefühlt über ca. dreimal mehr Temperament, wobei ein grosser Anteil hier auf Jürgen Spiegel am Schlagzeug (für meinen Geschmack etwas zu harsch abgemischt) fällt. Er und Martin Tingvall am Piano wetteiferten miteinander und feuerten sich zu immer noch grösseren Leistungen an. Diese zwei könnten Omar Rodriguez Calvo am Kontrabass locker an die Wand spielen. Das vermeiden sie jedoch vortrefflich. Immer ist es der Bass, der die Kompositionen zusammen hält und um den sich die Musiker arrangieren. Ähnlich wie Dino Contenti vom Alboran Trio spielt Omar Rodriguez Calvo sein Instrument auf eine “singende” Art und Weise, greift ab und an zum Bogen. In den zahlreichen Soli, die ihm zuteil werden, hat er immer wieder Gelegenheit sein ganzes Können zu zeigen. Rundum, ein junges Piano Trio, das Spass macht, live (imho) noch mehr als von Konserve.

Das Konzert begann übrigens kurz nach sieben und endete mit einer Zugabe um kurz vor halb neun – das macht ca. zwei Stunden Musik. Die Musiker blieben anschliessend gut gelaunt an der Bar und waren gerne bereit Autogramme auszustellen. Aus meiner Sicht ein gelungener Abend für alle Beteiligten und obwohl sich das Moods nicht gerade in meiner unmittelbaren Umgebung befindet, ziehe ich in Erwägung demnächst mal wieder hin zu fahren.

Am 2010-01-22 gehe ich übrigens zu “Enrico Rava – Stefano Bollani Duo”, ebenfalls in Zürich.

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Jazz dominik | 07 Jan 2010

Tingvall Trio live in Zürich 2010

Die Durststrecke des Winters ist vorbei! Heute habe ich kurzentschlossen eine Karte für den Auftritt dieser drei Herren erworben. Das Konzert findet kommenden Sonntag (2010-01-10) im Moods in Zürich statt. Auf meine telefonische Anfrage (die Reise nach Zürich und zurück muss ja schliesslich auch geplant werden) teilte mir die freundliche Dame mit, dass (leider) noch mehr als genug Karten für die Abendkasse zur Verfügung stehen würden, ich jedoch auch ganz bequem die Option “Print at Home” wahrnehmen könnte. Sicherheitshalber habe ich mich für letztere Möglichkeit entschieden und meine Kreditkarte mit 35,– Sfr belastet.

Auf YouTube fanden sich einige hervorragende Videos des Trios, die aber leider wieder entfernt wurden, dennoch gibt das obige (und die Website) einen guten Einblick in die Musik. Arte hat übrigens auch schon über dieses Trio berichtet.

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Allgemein & Fortschritt Diplomarbeit & Migration & SEO-Tests dominik | 25 Sep 2009

Sitzfleisch!

Schalunen, nahe Mühle

Originally uploaded by Hank Mobley

Vom improvisierten Arbeitsplatz in den MTB-Sattel und etwas mit dem schweizer Mobiltelefon (Natel) von Nokia gespielt. Kurz durchschnaufen und weiter arbeiten. In diesem letzten Monat bis zur Abgabe der Diplomarbeit darf ich nicht faul sein. Die derzeitigen SEO-Tests laufen noch bis heute Nachmittag, ich liege insgesamt gut in der Zeit

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Allgemein ghost | 03 Sep 2009

Trotzphase

Die Wüste ruft und die Reaktionen gehen von verwundertem Augenreiben bis Lachanfall. Das Oberhaupt zieht, seit dem Zwischenfall mit seinem Sohn vergeblich an den verschiedensten Schnüren, was eine noch geringere Tragweite hat, als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Wie gut, dass die politische Willkür an den meisten Staatsgrenzen endet.

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Allgemein ghost | 03 Sep 2009

zeitgenössische Kunst

Am Wochenende war es in Biel so heiß, dass es schon fast ein Kunststück war nicht nackt zu sein. Seltsam ist, dass alles was heute auffällt modern ist. Dabei wird allerdings vergessen, dass die Kunst geschlagen wie ein Gong, kurz erklungen auch schon wieder verstummt. Zwar sollte Kunst Kurzweil vermitteln, aber nicht flüchtig sein wie eine Reaktion. Was bleibt vom Ausweichen mit dem Fahrrad, nachdem eine Katze hinter einem Auto hervorgesprungen war? Weitere Information zur Plastikausstellung sind beim art-magazin zu finden.

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Allgemein & Migration dominik | 01 Sep 2009

Gefährliche Fuzzelberge

Interlaken Wiese
Nachdem ich mit Töchterlein am Wochenende alleine neidvoll zuhause saß (Ehefrau war auf einem zweitägigem Wanderausflug), beschlossen wir, uns selbst (nach anfänglichem Üben im Emmental)  in die fuzzlig kleinen Berge hinter unserer Terasse (Eiger, Mönch und Jungfrau) zu begeben.

Soweit, so gut. Ausgerüstet mit Material aus dem Coop Pronto fürs Znüni, Zvieri und falls wir dazwischen noch Hunger kriegen sollten, begaben wir uns auf die Autobahn Richtung Interlaken – was ca. der Strecke Augsburg – München entspricht. Gestärkt, nach dem Flanieren über die Promenade mit mondänem Treiben, Karossen, Hotels, Casino Gleitschirmflieger, Pferdekutschen, ect. überquerten wir die Aare und machten uns daran, die Fuzzelberge etwas genauer zu erforschen.
Aare
Töchterleins Stimmung war mittlerweile nicht mehr so gut, da die Berge immer grösser wurden, je näher wir ihnen kamen. Letztlich mussten wir vor Angst schlotternd aufgeben, nachdem wir ca. die Höhe des grössten Hotels Interlakens (der Kasten im unteren Bild) geschafft hatten.
Ausguck
Vollkommen fix und foxi mussten wir im Wäldchen am Fuße des Berges in einem Aussichtsrondell rasten, bevor wir den gefährlichen Abstieg in Angriff nehmen konnten.
Aare
Naja, das anschliessende Pritscheln in der Aare (was übrigens gefährlicher als die Bergbesteigung war) entschädigte immerhin für die unternommenen Strapazen.

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Allgemein dominik | 19 Aug 2009

Mein neuer Job bei Google – vielleicht

Google LatLong: Bringing Street View to an attraction near you

Nachdem diese ganze Unternehmung namens Diplomarbeit beendet sein wird, werde ich mich vermutlich (auch) bei Google Schweiz bewerben. Unter Umständen habe ich ja sogar Chancen auf eine Stelle als Street View Pedaleur.

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Allgemein & Migration dominik | 16 Aug 2009

Drachenwettrennen

DSCI6972
Heute auf dem Feld neben dem Fraubrunner Schwimmbad, liessen einige so manches fliegen.

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Allgemein & Fortschritt Diplomarbeit & Migration dominik | 14 Aug 2009

Outdoor Office

Outdoor Office – Originally uploaded by Hank Mobley

Terrasse, anstatt Schachteln. Arbeiten im Sanatorium anstatt über einer Bäckerei. Mein Desktop PC ist noch nicht einmal angesteckt.

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