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Tag-Archiv für 'Mobile Web'

Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 15 Jul 2011

Google nippt am Foto-Wein

Photovine ist ein interessantes Experiment, das der Maschine Google ein Bildergedächtnis und Semantik beibringen könnte.

Der Nutzer lädt ein Bild hoch und versieht es mit Schlagworten. Gleichgesinnte können daraufhin eigene Fotos daran anknüpfen, die sie mit den Schlagworten in Verbindung bringen:

Eine Assoziationskette entsteht.

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Allgemein &postaweek2011 | 07 Jul 2011

Bookmarklet im iPad-Webbrowser

Bookmarklet im iPad Web-Browser

Endlich Schreib-Zugriff auf meine Online-Lesezeichen.

Das iPad ist ein prima Gerät, um Inhalte jedweder Art zu konsumieren. Leider vermisste ich bis jetzt mein AddThis-Bookmarklet zum Ablegen von Lesezeichen.

Dabei ist das Einrichten von diesem (und anderen, die JavaScript benutzen) denkbar einfach:

  1. Einfach im Web-Browser ein Lesezeichen speichern, die Seite ist dabei eher beliebig.
  2. Das soeben angelegte Lesezeichen mit “Bearbeiten” bearbeiten.
  3. Einen sinnvollen Namen (AddThis-Bookmarklet) vergeben.
  4. Und letztlich in die URL den String

javascript:void((function(svc) {var d=document,w=window,p=0,b=function(){if(!p){p=1;if(_atc.xol)_adr.onReady();if(w.addthis_sendto)addthis_sendto(svc||’bkmore’,{product:’bmt-’+_atc.ver})}else{p=0;if(_atw)_atw.clb()}};if(!w._atc){var ol=w.addthis_onload||[],o=d.createElement(‘script’);w.addthis_product = ‘bmt-250′;o.src=’//s7.addthis.com/js/250/addthis_widget.js#domready=1&username=bookmarklet’;ol.push(b);w.addthis_onload=ol;d.getElementsByTagName(‘body’)[0].appendChild(o)}else b()})())

einfügen.

Speichern und das war es. Wurde alles richtig gemacht, öffnet sich daraufhin der AddThis-Dialog. Diese Vorgehensweise funktioniert bei mehreren Bookmarklets. Einfach ausprobieren. Dabei muss der Quelltext auf den “javascript“-String hin durchstöbert werden. Dieser wird dann als Lesezeichen URL eingefügt.

Viel Spass!

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Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 30 Mai 2011

Privates soziales Netzwerk oder geschönte Überwachung?

Baby show

Familienbande: Privates soziales Netzwerk - die einen freuen sich, die anderen eher weniger.

Selektive Wahrnehmung, oder nimmt das Thema Überwachung in der Tat derzeit kein Ende? Neben den Missbräuchen, Schludrigkeiten und Sicherheitslücken der Platzhirsche wie Facebook, Google und Apple mit den nutzergenerierten Daten, verschwinden die Bemühungen der ambitionierten kleinen Mittstreiter fast im Rascheln des virtuellen Blätterwalds.

Auf folgende zwei Applikationen wurde ich über meinen RSS-Feed von TechCrunch aufmerksam.

I’mOK – die harmlosere der beiden, lässt sich als privates soziales Netzwerk bezeichnen. Eltern, die sich um das Wohlergehen ihres Sprösslings sorgen, stellen Belohnungen in Aussicht, die der Nachwuchs durch ein Punktesammel-System einlösen kann. Punkte gibt es für das freiwillige Preisgeben von Informationen über Aufenthalt, Tätigkeit oder Photos über die Applikation I’mOK.

ImOK Intro Video – Knowing without the nagging from I'mOK on Vimeo.

Auf diese Weise können die Eltern beruhigt sein, ohne die Kinder nerven zu müssen. Das verspricht zumindest der Dienst. Ich wäre hingegen in meinen jungen Jahren durch so eine Applikation erst so richtig angefressen gewesen und hätte Möglichkeiten ersonnen, dieses System zu unterwandern.

Noch bunter treibt es da Footprints. Diese Anwendung sollte iStalk heissen. Sie geht über das, was Apple mit dem Aufzeichnen der Geodaten bei iPhone und -Pad versuchte, weit hinaus und versucht es unter dem Mäntelchen der Fürsorge zu legitimieren. Einmal eingerichtet, kann der Beobachter die Bewegungen und die Bewegungsgeschwindigkeit des präparierten iPhones in Echtzeit auf einer Karte verfolgen. TechCrunch weist in seinem Artikel darauf hin, dass es durchaus nützliche Einsatzmöglichkeiten für Footprints im Unternehmen geben mag, wenn es darum geht die Ressourcen einer verteilten Mannschaft geographisch sinnvoll zu verwalten.
Die Möglichkeiten zur übertriebenen Überwachung sind aber auch nicht gerade zu vernachlässigen.

Auch dieses System kann unterwandert werden und wenn tatsächlich der Einsatz im privaten Bereich in Erwägung gezogen werden sollte, ist es vermutlich besser, im Vorfeld darüber nachzudenken, was denn den eigentlichen Grund dieser Notwendigkeit überhaupt darstellt.

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Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 16 Mai 2011

Kleine Änderungen bei Bildschirmarbeiten führen zu mehr Ergonomie und weniger Verspannungen

Kleine Änderungen bei der Arbeit am Bildschirm oder mit mobilen Geräten können drastische Verbesserungen der Haltung bewirken. Dadurch entstehen weniger Verspannungen, Schmerzen und Überkompensationen.

Wenngleich die Video-Anleitungen vielleicht etwas antiquiert sind, bieten sie doch immerhin einige pragmatische Ansätze, von denen einige anschliessend in dauerhaftere Lösungen umgesetzt werden sollten.

Ich für meinen Teil schwöre auf einen Sitzball, werde jedoch langfristig mein MacBook höher stellen und eine zusätzliche Tastatur benutzen.



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Allgemein &postaweek2011 | 10 Apr 2011

Ja wo laufen sie denn, wo laufen sie denn hin?

Da laufen sie, da laufen sie hin!

Auch wenn es diese Woche einige Meldungen im Bereich der Technologie gab – Facebook legt Serverstruktur offen, Google investiert in Sonnenenergie, … – nichts hatte so wirklich den “Wow”-Faktor, dass ich hier darüber berichten wollte. Gestern abend war ich bei Ahmad Jamal in Bern, aber darüber muss ich noch ein wenig nachdenken, bevor ich davon schreiben werde, sodass dieser Artikel erst für postaweek2011 nächste Woche herhalten muss.

Mittlerweile hat mir Apple per SMS und E-Mail mitgeteilt, dass mein iPad2 nebst Cover zwar separat, aber am gleichen Tag eintrudeln sollte. Nächste Woche und daher wesentlich früher als erwartet, soll es soweit sein.

Angeblich kündigt sich ja das Sommerloch dieses Jahr vorzeitig an. Umso besser, Zeit ins Freie zu gehen und z.B. zu Laufen, Rennen, Rollschuhfahren, Radeln…

Die Leute hinter WordPress rennen ja bereits jetzt schon durch die Gegend (Sommerloch?) und veranstalten ihren Automattic’s Worldwide WP 5k. Ich bin gestern und heute 5,5 km solidarisch mitgelaufen und finde, dass fünf Kilometer relativ kurz sind – normalerweise laufe ich 7 – 8 km.

Ich verfüge über eine “kurze Runde” und dachte bereits, dass sie dem 5K-Kriterium entspricht, war mir aber nicht über die korrekte Länge im Klaren. Automattic empfiehlt daher den Dienst von MapMyWALK. Damit konnte ich die Länge der Strecke überprüfen. Die Einsteiger-Version dieses Dienstes ist umsonst und nachdem ich ungefähr eine Woche damit herumgespielt habe, habe ich noch lange nicht den vollen Funktionsumfang ausschöpfen können.

Eine kurze Kostprobe der Möglichkeiten:

  • Es kann eine Vielzahl an In- und Outdoor-Aktivitäten erfasst und ausgewertet werden.
  • Der Import von Geo- und anderen Gerätedaten ist möglich.
  • Die Strecken lassen sich anhand des Höhenprofils analysieren.
  • Soziale Funktionen ermöglichen das Kräftemessen mit Freunden.
  • Und und und – ich habe noch lange nicht alles ausprobiert, bzw. tatsächlich benötigt.

Besonders interessant fand ich die Kern-Funktionen, das Abmessen von Strecken und Anzeigen des Profils.
Zwei Beispiele:

Ich brachte unser Töchterlein diese Woche am Vormittag ins malerische Nachbardörfchen zu einer Veranstaltung im Rahmen des Ferienprogramms. Diese Veranstaltung dauerte nur eine Stunde – zu kurz, um wirklich noch etwas zwischen Abliefern und Abholen zu veranstalten. Durch das naheliegende Wäldchen verläuft eine meiner langen Laufrunden, die ich aber nicht im Zeitrahmen hätte vervollständigen können. Mit MapMyWalk war es jedoch möglich, mir kurz vorher einen 2,5 km langen Rundkurs zusammenzuklicken – inklusive einer kleineren Schlussrunde, falls ich keine drei Durchgänge in der hügeligen Landschaft schaffen sollte. Ohne also planlos draufloszurennen, wusste ich, dass ich zwei grosse Runden und eine kleine im Zeitrahmen locker zustande bringen konnte – ein grosser Vorteil beim tatsächlichen Lauf.

So habe ich es dann letztlich auch gemacht und obwohl ich kein Fan von Rundkursen bin, war das eine willkommene Abwechslung und wird vielleicht ein zukünftiges Hügeltraining werden.

 

Zweite Fallstudie: Bleiben wir gleich bei den Hügeln, mit denen diese Gegend hier aufwarten kann. Mir liegt eine Broschüre eines in der Nähe stattfindenden Laufes vor und es währe sicherlich eine Abwechslung daran teilzunehmen. Wenn das Gelände arg ruppig ist, hätte ich dennoch ein paar Probleme. Hügel hinaufzurennen ist weniger das Problem, als hinunter. Bergab bekomme ich leicht Muskelschmerzen. Ich arbeite zwar daran und es wird beständig besser, aber ein Blick auf das Höhenprofil wäre aufschlussreich und entscheidet über Teilnahme oder Absage. Nun, ein Streckenprofil wurde zwar nicht bereitgestellt, ein Streckenverlauf jedoch schon. Dieser schnell in MapMyWALK eingegeben, präsentiert mir den Höhenverlauf (s. Bild). Dieser stellt mich vor keine allzu grossen Schwierigkeiten und eine Teilnahme ist möglich. Auf meinem anderen Weblog werde ich gegebenenfalls darüber berichten.

Fazit:

Wer hin und wieder läuft, geht, skatet oder radelt, sollte den Dienst ruhig einmal ausprobieren – wenn er es nicht ohnehin schon macht (und nur ich bin wieder einmal hinter der Zeit) – zumal MapMyWALK die Anmeldung momentan über ein Benutzerkonto bei Google, Facebook, Twitter, Yahoo!, Messenger, LinkedIn, MySpace, FourSquare und Orkut erlaubt, sodass keine zusätzliche Registrierung notwendig ist.

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Allgemein &postaweek2011 | 25 Mrz 2011

iWait

Einen Monat noch warten - allemal besser als Schlangestehen.

Jetzt habe ich doch noch angebissen.
Verwundert, dass der Apple Store heute morgen tadellos funktionierte, habe ich mir ein iPad 2 bestellt. Jetzt heisst es allerdings einen Monat noch darauf warten.
Egal, besser als sich die Beine in den Bauch stehen, denn das ist vertane Zeit.

Ausserdem habe ich genau das Modell, das ich auch wollte und das rote Ledercover, das es nur im Apple Store gibt.

Vielleicht radle ich trotzdem heute nachmittag nach Jegenstorf, um zu sehen, ob der Inter Discount dort iPads führt und ob da ein Andrang herrscht.

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Allgemein &postaweek2011 | 10 Mrz 2011

Eingeschlossen in der Relevanz-Blase – Zeit für die Dusel-Maschine

Bubble World

Leben in einer abgekapselten Welt - schön, schön einfältig!

Kaum, dass wir persönliche Ergebnisse von Suchdiensten erhalten, werden schon die ersten Kritikerstimmen laut. Credo: Wenn wir nur die Informationen zugesteckt bekommen, die wir tatsächlich auch beachten, erweitern wir unseren Horizont nicht mehr. Prinzip Chinesische Mauer – wir leben in unserem eigenen Mini-Universum und schauen nicht mehr über den Tellerrand hinaus. Und das bei so einem innovativen Medium wie dem World Wide Web!

Nun, das Problem ist folgendes: Wir würden ja z.B. gerne “Krieg und Frieden” lesen, greifen aber dann doch zum “Lustigen Taschenbuch” oder der Fernbedienung. Das zeichnen die schlauen Algorithmen der diversen Web-Dienste natürlich geflissentlich auf und präsentieren uns als Folge dessen nur noch intellektuelles “Junk Food” und so entstehen ungewollt Scheuklappen, die das Blickfeld einengen. Doch irgendwie muss dem anschwellenden Informationsstrom Einhalt geboten werden, damit der Informationssuchende keine nassen Füsse bekommt.

Das Thema Relevanz habe ich hier in diesem Zusammenhang bereits des öfteren behandelt. Relativ neu und dementsprechend spannend ist der aufkommende Begriff Serendipidität, glücklicher Zufall – weniger akademisch ausgedrückt, oder einfach Dusel im süddeutschen Sprachraum, der derzeit im Zusammenhang mit Relevanz öfters genannt wird.

Serendipidität

Grafik nach "The Information Discovery" Matrix von Mahendra Palsule in "The Age Of Relevance"

Die Dusel-Maschine liefert mir demzufolge, indem sie den Relevanz-Filtern ein Rauschen hinzufügt, Ergebnisse, an die ich gar nicht gedacht hätte, die aber dennoch für mich interessant sind. In meinem Fall ist dies StumbleUpon und Twitter.

StumbleUpon überrascht mich immer noch mit Ergebnissen aus den weit gesteckten Interessensbereichen, die ich selbst so eingestellt habe. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die schlauen Filter den Streuungsfaktor weiter einengen werden, sofern ich selbst nicht eine überraschende Handlung vornehme.

Twitter benutze ich in der Rohform quasi, direkt aus dem Browser und lese meine 15 bunt gewürfelten Quellen, die zwar meist aus der Technologie kommen, aber auch einen Farmer aus Alabama und eine “Soccer mom” beinhalten, eben wegen dem Streuungsfaktor der Ergebnisse.

Einige Stimmen verlangen die Freigabe und Einsicht in die verwendeten Algorithmen der Dienste oder einen Streuungsregler, mit dem den Suchergebnissen ein gewisser Anteil Zufallsrauschen hinzugefügt werden könnte. Bis dahin müssen wir jedoch selbst auf die gesunde Mischung unserer Informationsdiät achten.

mashup

Fachartikel und ein LTB - die Mischung macht's!

Wenn wir also tatsächlich “Krieg und Frieden” lesen wollen, nimmt uns das niemand ab. Ein Hörbuch wäre da ein praktikabler Kompromiss. Was unseren Konsum angeht, sind wir aber genau so selbstverantwortlich, wie wir das für das Hinterlassen unserer Datenspur auch sind. Und so beisst sich die Schlange in den Schwanz, denn das eine bedingt auch hier das andere.

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Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 02 Mrz 2011

(Noch) ein Film über Facebook

Status des Facebook-Projekts


Nach dem Kinofilm ein weiterer Film über Facebook? Höchstwahrscheinlich.
Das Projekt “The Future of Facebook” ist derzeit noch beim Sammeln für das moderate Budget von mindestens 5.000 US$. Je mehr Geldmittel zustande kommen, desto opulenter soll das Projekt, das mit Sicherheit nicht kommerziell orientiert ist, werden. Die kurze Vorschau besteht, den moderaten Mitteln entsprechend, aus einem Zusammenschnitt verschiedener Webcam-Interviews. Der Inhalt ist entscheidend. Und so melden sich allerhand illustre Persönlichkeiten – u.a. Kevin Kelly und Nova Spivack – zum Thema Facebook zu Wort.
Das Ergebnis könnte interessant werden. Aber muss es denn immer nur Facebook sein?
Ich habe nicht gespendet, denn so wie es aussieht, werden die benötigten Mittel in Kürze beschafft und wen das Thema wirklich interessiert, der folgt ohnehin den Meinungsmachern in diesem Bereich.

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Allgemein &postaweek2011 | 22 Feb 2011

Dinner 2.0 – Smartphone-Gefummel am Tisch. Wo bleiben die Manieren?

Genevieve Clark (LOC)

Telephon oder Essen, so war das früher.

Die Qualität des Technologie-Weblogs TechCrunch lässt leider bereits seit einiger Zeit immer mehr nach. Mit der Übernahme durch AOL ging es aber noch weiter den Bach hinunter. Die Autoren hinter den Beiträgen wirken selbstgefällig, selbstherrlich und scheinen nur noch auf eine fesselnde Schlagzeile aus zu sein, der Artikel dahinter ist nebensächlich. Motto: Je spektakulärer die Überschrift, desto belangloser der Inhalt. (Wohltuende Ausnahme stellen noch die Gastautoren dar.)

Den letzten Artikel von MG Siegler kann ich nur noch als rotzfrech bezeichnen. Dieses Manifest des “Dinner 2.0″ mit dem Titel “I Will Check My Phone At Dinner And You Will Deal With It” strotzt nur so vor Arroganz, Rücksichtslosigkeit und Allgemeinplätzen. “Get with the program, or get out of the way.” – so ein das Fazit des Artikels. Dabei macht sich Siegler sich nicht einmal die Mühe zwischen unterschiedlichen Nutzungsarten des Smartphones zu differenzieren.

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Haaaalloooo! Dinner 2.0 - seufz!

Aktualisierungen des Facebook-Status’ oder das Lesen von Mitteilungen ist ebenso o.k. wie das Konsultieren von Wikipedia in Streitfragen. Hier liegt aber der Unterschied, der nicht herausgearbeitet wird. Die gemeinsame Nutzung eines Gerätes als Gruppe nach dem Motto: “Zeig doch mal die Bilder!” beispielsweise, unterscheidet sich sehr wohl vom Abkapseln seines Gegenübers, bei dem das Gerät wichtiger als die reale Person wird. Bei letzterem hingegen frage ich mich, warum treffe ich mich dann überhaupt mit diesem Menschen? Das Smartphone als Gemeinsamer Gegenstand der Unterhaltung ist aus meiner Sicht in Ordnung, als Gegenstand der Zerstreuung vom wirklichen Geschehen jedoch nicht.  Der Anstand im Zeitalter des ständigen Vernetzt seins bleibt zu Gunsten Twitter, Facebook, E-Mail und Co. ohnehin schon viel zu oft auf der Strecke. Viel eher gilt es doch, seiner Gesellschaft gegenüber Respekt zu zeigen und wenn das nun mal ein langweiliges Geschäftsessen oder das allmonatliche Pflichttreffen mit den Eltern ist, dann gilt doch wohl eher hier  ”Get with the program, or get out of the way.” Auch die langweiligste Unterhaltung geht einmal zu Ende.

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Allgemein &postaweek2011 | 17 Feb 2011

Statt Handy – wir stecken einfach den PC ein!

Das waren die 90er und die Mobiltelefone klobig - die Anfänge der Smartphones deuteten sich dennoch an.

Hin und wieder stöbere ich in meinen alten Archiven und sortiere aus. Von etlichen Publikationen der PC-Shopping (ich war dort knapp drei Jahre als Redakteur tätig) habe ich mich mittlerweile getrennt. Diese habe ich noch behalten. In der Ausgabe 2/95 schrieb ein 16 Jahre jüngeres Ich eines seiner ersten Editorials. Ich befasste mich darin mit Smartphones. Natürlich gab es damals diesen Begriff noch nicht. Schlagworte dieser Zeit waren “Handy” und “PDA” (Personal Digital Assistant). Diese Geräte waren noch recht klobig und aus heutiger Sicht vergleichsweise dumm. Doch, wenn diese beiden miteinander kombiniert wurden, liessen sich bereits damals interessante Dinge bewerkstelligen – ich denke da an meinen Psion Series 3a. Die Entwicklung zum schlauen Universalgerät zeichnete sich ab und gilt letztlich mit dem Erscheinen des iPhones 2007 als besiegelt, das für mich – 14 Jahre später – als die erfolgreiche Neuauflage des Apple Newton gilt. Um den Durchbruch zum omnipräsenten Schlaumeierlein für die Westentasche zu schaffen, mussten diese Geräte jedoch erst erschwinglich und im warsten Sinne des Wortes tragbarer werden. Damalige Handys waren Briketts. Und ich bemühte den Vergleich mit einer Packung Zigaretten. Zigaretten waren noch vergleichsweise billig, akzeptiert und einfach in der Tasche zu verstauen, Handys etwas für nervige Wichtigtuer, exorbitant teuer und eine Last mit sich zu führen. Heute hat sich das umgekehrt: Viele Smartphones sind bereits mit Vertrag billiger als die mittlerweile geächteten “Cancer-Sticks“, zudem gesellschaftsfähig und gleiten fast unsichtbar in die Hosentasche.
In der PC-Shopping 2/95 findet sich übrigens eine weitere geschichtsträchtige Ankündigung: Acorn versucht mit seinem extrem erschwinglichen 32-Bit RISC PC im Verbrauchermarkt Fuss zu fassen – das hat nicht wirklich geklappt. der ARM-Prozessor (Acorn Risc Machine) selbst jedoch, erfreut sich heute grösster Beliebtheit. Kein Wunder, liefert er doch das Kernstück heutiger Smartphones. Und in der Disziplin “Mobile Computing” zeichnet sich zur Zeit die interessanteste Entwicklung hinsichtlich Prozessorleistung (und Stromverbrauch) ab. Dass das Smartphone letztlich einen mobilen PC darstellt, wurde dieses Jahr mit dem U.S. Gerichtsentschluss in Springfield, Luisiana, offiziell.
Ich erspare mir an dieser Stelle weitere Prognosen und bin schlichtweg gespannt auf die kommende Entwicklung.

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