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Tag-Archiv für 'Facebook'

Allgemein &postaweek2011 | 10 Mrz 2011

Eingeschlossen in der Relevanz-Blase – Zeit für die Dusel-Maschine

Bubble World

Leben in einer abgekapselten Welt - schön, schön einfältig!

Kaum, dass wir persönliche Ergebnisse von Suchdiensten erhalten, werden schon die ersten Kritikerstimmen laut. Credo: Wenn wir nur die Informationen zugesteckt bekommen, die wir tatsächlich auch beachten, erweitern wir unseren Horizont nicht mehr. Prinzip Chinesische Mauer – wir leben in unserem eigenen Mini-Universum und schauen nicht mehr über den Tellerrand hinaus. Und das bei so einem innovativen Medium wie dem World Wide Web!

Nun, das Problem ist folgendes: Wir würden ja z.B. gerne “Krieg und Frieden” lesen, greifen aber dann doch zum “Lustigen Taschenbuch” oder der Fernbedienung. Das zeichnen die schlauen Algorithmen der diversen Web-Dienste natürlich geflissentlich auf und präsentieren uns als Folge dessen nur noch intellektuelles “Junk Food” und so entstehen ungewollt Scheuklappen, die das Blickfeld einengen. Doch irgendwie muss dem anschwellenden Informationsstrom Einhalt geboten werden, damit der Informationssuchende keine nassen Füsse bekommt.

Das Thema Relevanz habe ich hier in diesem Zusammenhang bereits des öfteren behandelt. Relativ neu und dementsprechend spannend ist der aufkommende Begriff Serendipidität, glücklicher Zufall – weniger akademisch ausgedrückt, oder einfach Dusel im süddeutschen Sprachraum, der derzeit im Zusammenhang mit Relevanz öfters genannt wird.

Serendipidität

Grafik nach "The Information Discovery" Matrix von Mahendra Palsule in "The Age Of Relevance"

Die Dusel-Maschine liefert mir demzufolge, indem sie den Relevanz-Filtern ein Rauschen hinzufügt, Ergebnisse, an die ich gar nicht gedacht hätte, die aber dennoch für mich interessant sind. In meinem Fall ist dies StumbleUpon und Twitter.

StumbleUpon überrascht mich immer noch mit Ergebnissen aus den weit gesteckten Interessensbereichen, die ich selbst so eingestellt habe. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die schlauen Filter den Streuungsfaktor weiter einengen werden, sofern ich selbst nicht eine überraschende Handlung vornehme.

Twitter benutze ich in der Rohform quasi, direkt aus dem Browser und lese meine 15 bunt gewürfelten Quellen, die zwar meist aus der Technologie kommen, aber auch einen Farmer aus Alabama und eine “Soccer mom” beinhalten, eben wegen dem Streuungsfaktor der Ergebnisse.

Einige Stimmen verlangen die Freigabe und Einsicht in die verwendeten Algorithmen der Dienste oder einen Streuungsregler, mit dem den Suchergebnissen ein gewisser Anteil Zufallsrauschen hinzugefügt werden könnte. Bis dahin müssen wir jedoch selbst auf die gesunde Mischung unserer Informationsdiät achten.

mashup

Fachartikel und ein LTB - die Mischung macht's!

Wenn wir also tatsächlich “Krieg und Frieden” lesen wollen, nimmt uns das niemand ab. Ein Hörbuch wäre da ein praktikabler Kompromiss. Was unseren Konsum angeht, sind wir aber genau so selbstverantwortlich, wie wir das für das Hinterlassen unserer Datenspur auch sind. Und so beisst sich die Schlange in den Schwanz, denn das eine bedingt auch hier das andere.

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Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 | 02 Mrz 2011

(Noch) ein Film über Facebook

Status des Facebook-Projekts


Nach dem Kinofilm ein weiterer Film über Facebook? Höchstwahrscheinlich.
Das Projekt “The Future of Facebook” ist derzeit noch beim Sammeln für das moderate Budget von mindestens 5.000 US$. Je mehr Geldmittel zustande kommen, desto opulenter soll das Projekt, das mit Sicherheit nicht kommerziell orientiert ist, werden. Die kurze Vorschau besteht, den moderaten Mitteln entsprechend, aus einem Zusammenschnitt verschiedener Webcam-Interviews. Der Inhalt ist entscheidend. Und so melden sich allerhand illustre Persönlichkeiten – u.a. Kevin Kelly und Nova Spivack – zum Thema Facebook zu Wort.
Das Ergebnis könnte interessant werden. Aber muss es denn immer nur Facebook sein?
Ich habe nicht gespendet, denn so wie es aussieht, werden die benötigten Mittel in Kürze beschafft und wen das Thema wirklich interessiert, der folgt ohnehin den Meinungsmachern in diesem Bereich.

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Allgemein &postaweek2011 | 22 Feb 2011

Dinner 2.0 – Smartphone-Gefummel am Tisch. Wo bleiben die Manieren?

Genevieve Clark (LOC)

Telephon oder Essen, so war das früher.

Die Qualität des Technologie-Weblogs TechCrunch lässt leider bereits seit einiger Zeit immer mehr nach. Mit der Übernahme durch AOL ging es aber noch weiter den Bach hinunter. Die Autoren hinter den Beiträgen wirken selbstgefällig, selbstherrlich und scheinen nur noch auf eine fesselnde Schlagzeile aus zu sein, der Artikel dahinter ist nebensächlich. Motto: Je spektakulärer die Überschrift, desto belangloser der Inhalt. (Wohltuende Ausnahme stellen noch die Gastautoren dar.)

Den letzten Artikel von MG Siegler kann ich nur noch als rotzfrech bezeichnen. Dieses Manifest des “Dinner 2.0″ mit dem Titel “I Will Check My Phone At Dinner And You Will Deal With It” strotzt nur so vor Arroganz, Rücksichtslosigkeit und Allgemeinplätzen. “Get with the program, or get out of the way.” – so ein das Fazit des Artikels. Dabei macht sich Siegler sich nicht einmal die Mühe zwischen unterschiedlichen Nutzungsarten des Smartphones zu differenzieren.

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Haaaalloooo! Dinner 2.0 - seufz!

Aktualisierungen des Facebook-Status’ oder das Lesen von Mitteilungen ist ebenso o.k. wie das Konsultieren von Wikipedia in Streitfragen. Hier liegt aber der Unterschied, der nicht herausgearbeitet wird. Die gemeinsame Nutzung eines Gerätes als Gruppe nach dem Motto: “Zeig doch mal die Bilder!” beispielsweise, unterscheidet sich sehr wohl vom Abkapseln seines Gegenübers, bei dem das Gerät wichtiger als die reale Person wird. Bei letzterem hingegen frage ich mich, warum treffe ich mich dann überhaupt mit diesem Menschen? Das Smartphone als Gemeinsamer Gegenstand der Unterhaltung ist aus meiner Sicht in Ordnung, als Gegenstand der Zerstreuung vom wirklichen Geschehen jedoch nicht.  Der Anstand im Zeitalter des ständigen Vernetzt seins bleibt zu Gunsten Twitter, Facebook, E-Mail und Co. ohnehin schon viel zu oft auf der Strecke. Viel eher gilt es doch, seiner Gesellschaft gegenüber Respekt zu zeigen und wenn das nun mal ein langweiliges Geschäftsessen oder das allmonatliche Pflichttreffen mit den Eltern ist, dann gilt doch wohl eher hier  ”Get with the program, or get out of the way.” Auch die langweiligste Unterhaltung geht einmal zu Ende.

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Allgemein | 28 Okt 2010

Probieren geht über Studieren

Probieren geht über Studieren – dieses Sprichwort kenne ich aus meiner Kindheit. Während meines Studiums wurde es hin und wieder auch in “Kopieren geht über Studieren” abgeändert. Eine ähnliche Redensart scheint es im Englischen nicht zu geben, denn Chris Dixon kommt ganz überraschend zu folgendem Schluss:

You need to use social services to understand them

cdixon.org – chris dixon’s blog / You need to use social services to understand them

Und wird begeistert ge-retweetet (ist das der richtige denglische Ausdruck?). Nun ja, es lässt sich erst wirklich fundiert über etwas berichten, das am eigenen Leibe gespürt wurde – ausprobiert oder angetestet eben. Ich selbst war bis vor eineinhalb Jahren auch nicht sonderlich begeistert vom Mitmach-Web Web 2.0. Das änderte sich schlagartig, nachdem ich das Buzzword “Web 2.0″ in meine Diplomarbeit aufnahm.

(In Zusammenhang mit Web 2.0 bevorzuge ich persönlich den Begriff “Trotzschrei”)

Jedenfalls, um eine runde Arbeit abzuliefern, musste ich recherchieren – und Web 2.0-Dienste ausprobieren. Ich war begeistert und staunte, was mir bis dato alles entgangen war. Daher mein Appell:

Probiert es doch selbst einmal aus!

Die meisten Dienste lassen die Anmeldung über ein Pseudonym (das sich später immer noch ändern lässt – oft sogar inklusive des Geschlechts) zu und eine separate E-Mail-Adresse für diese Tests ist auch nur einen Klick entfernt.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch ganz unverschämt für meinen neuen Weblog auf WordPress.com Werbung machen:

Weissblaue Noten - mein privater Weblog

Bei diesem sehr persönlich gefärbten Weblog auf WordPress.com kommentiere ich Erlebnisse des Alltags in meiner neuen Heimat.

Ich recherchiere derzeit für ein WordPress Buch, das ich zu schreiben gedenke. Zu WordPress gehört das Programm, das auf WordPress.org zu haben ist und der Dienst unter WordPress.com. Und erst nachdem ich Letzteren ausprobiert habe, kann ich sagen, wie gut er wirklich ist. Vermutlich würde ich mein Diplom, wenn ich es jetzt schreiben würde, um diesen Dienst herum aufbauen, anstatt den Weblog, der Gegenstand meiner Arbeit war, selbst zu betreiben.

Ohne grössere weiter Umschweife hier nun die Web-Dienste, die mittlerweiler fester Bestandteil meines Alltags wurden:

  • Dienste von Google – über Google lässt sich sagen, was man mag, die Anwendungen sind jedenfalls sehr gut:
    • Gmail – die Einstiegsdroge, der Großteil meines E-Mail-Volumens läuft über diesen Dienst. Wer ein Google-Benutzerkonto hat, aka Gmail-Account, dem stehen alle weiteren Google-Dienste zur Verfügung.
    • Google Docs – Text, Tabellenkalkulation, Präsentationen, gegenseitige Nutzung von Daten und Dateien – oft braucht es nicht mehr, um alleine oder in der Gruppe erfolgreich an verschiedensten Projekten zu arbeiten und die Tabellenkalkulation hat ein paar nette Tricks auf Lager.
    • iGoogle – die personalisierte Google-Startseite, alle Anwendungen auf einem Blick.
    • Google Calendar – Googles Terminplaner – hat mich soeben an meine Termine erinnert.
    • Google url shortener – goo.gl – zum Kürzen langer URLs – Google direkt mit Hyperlinks füttern.
    • Panoramio – hier hinterlasse ich virtuelle Brotkrumen auf der Landkarte.
    • YouTube – gehört auch zum Google Imperium – der gelegentliche Clip zur Entspannung oder zum Speichern interessanter (Technologie) Videobeiträge.
  • Auch Yahoo! bietet jede Menge nützlicher Dienste an – hier meine kleine Auswahl:
    • Flickr – für mich der Web-Dienst zum Speichern, Suchen und Weiterleiten von Bilddateien schlechthin. Die Flickr Gruppen sind ein kleines Ökosystem für sich.
    • Delicious – das Lesezeichen-Arbeitstier. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich mit meinen derzeit knapp 900 Lesezeichen sonst zurechtkäme. So sollte eine Lesezeichen-Verwaltung sein, ohne Delicious machen Lesezeichen keinen Sinn. Zwar habe ich bei Delicious keine Freunde zum gemeinsamen Lesezeichen-Austausch (wink, wink), jedoch ändert das nichts an dem rundum klasse Dienst.
  • Natürlich gibt es auch noch weitere interessante Dienste verschiedener Anbieter, die sich in meinen Alltag eingeschlichen haben:
    • Twitter – viel Lärm und wirklich gute brandaktuelle Informationen mittendrin, der clevere Mix der Nachrichtenkanäle entscheidet zwischen Top oder Flop!
    • SlideShare – nicht der einzige Dienst zum Konvertieren, Einbetten und Austauschen von Präsentationen und Dokumenten (spontan fallen mir da DocShare und Scribd ein) – ich kann nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen und SlideShare ist nach eigenen Angaben hier der dickste Fisch im Teich.
    • Photoshop.com – Der Platzhirsch auf den Schreibtischen professioneller Bildbearbeiter, derer die sich dafür halten und Raubkopierer. Ich raubkopiere nicht, also habe ich keinen Photoshop. Doch den gibt’s ja online. Richtig gelesen, für die gelegentliche Bildbearbeitung (von derzeit leider nur JPEG-Dateien) reicht die Online-Anwendung vollkommen aus und funktioniert auch ohne Registrierung – nette Effekte inklusive. Wer sich dennoch anmeldet, bekommt 2 GB Speicher spendiert, eine Flickr-ähnliche Fotoverwaltung und einen Organizer, mit dem sich auch die Bilder auf Flickr, Facebook, Picasa und Photobucket verwalten lassen.
    • WordPress – ein simpler Weblog oder ein CMS als Dienst oder zum selber Betreiben. Wird auch professionellen Ansprüchen gerecht.  Habe ich bereits weiter oben mit Lobhudeleien bedacht.
    • Xing – das Netzwerk für die Arbeitswelt, hier versuche ich erst seit kurzem Fuß zu fassen.
    • Facebook – die Erfogsstory um Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wurde unlängst sogar verfilmt. Mir ist es eigentlich egal, wieviel Freunde Herr Zuckerberg nun tatsächlich hat, Facebook nervt mich derzeit eher, als dass es mich erfreut. Facebook ist angeblich für Konsumenten, Twitter für Kreative. Da bevorzuge ich doch Twitter. IMHO lassen sich die beiden ohnehin nicht vergleichen. Praktisch ist jedoch Facebook Connect, mit dem ich mich auf weiteren Seiten anmelden kann, ohne eine weitere Registrierungs-Prozedur absolvieren zu müssen. Twitter Benutzern wird diese Option jedoch auch oft angeboten. Ein Unentschieden also. Die Facebook-Spiele sind recht amüsant, wer jedoch nicht über sehr viel freie Zeit verfügt, sollte von Spielen, die auf -Ville oder -Wars enden, am besten gleich die Finger lassen. Tu es nicht!

Habe ich einen interessanten Dienst ausgelassen oder einen ungerechtfertigterweise zu sehr über den grünen Klee gelobt? Konstruktive Kritik ist gerne gesehen.

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Allgemein | 08 Sep 2010

Mush Details

Mush details

Tippfehler sorgen für Erheiterung.

Bekommt ein neues soziales Netzwerk einen Artikel von TechCrunch, ist das immerhin einen Blick wert – gerade jetzt, da Facebook anscheinend etwas zu dominant wird. Ich habe MeetYourFriends kurz angetestet und muss sagen, dieser Tippfehler sorgt zwar für Amüsement, zeugt jedoch nicht von Professionalität. Die vielen hübschen Russinnen (und Amerikanerinnen), die sich plötzlich für mich interessieren, finde ich befremdlich und erinnern mich eher an so etwas wie Adult Friend Finder light.

MeetYourFriends Bildschirmfoto

Das Preisgeben "mushiger" Details sorgt für regen Zulauf an Freundschaften.

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Hypermedia | 02 Mai 2010

Web-Suche, Suche in Echtzeit, zukünftige Web-Suche

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Allgemein | 01 Jan 2010

Lifestyle “Twenty Ten”: Nein zum “Ja”

Die 10er Jahre haben begonnen und es entspricht der Tradition die Vorgängerjahre (die 0er) Revue passieren zu lassen. Gehen wir eine weitere Dekade zurück zum Ende des letzten Jahrhunderts. Die 90er haben uns dem Anfang von dem gebracht, was wir damals noch “Cyberspace” nannten. Das WWW schlüpfte aus dem Ei. War es Anfangs eher eine Art CB-Funk für Geeks (gab es den Begriff Geek damals schon?), wurde es zu Beginn des neuen Jahrtausends das Objekt wilder Spekulationen, bis der Neue Markt und die Dotcom-Blase platzte. Ich weiss, mittlerweile will das niemand mehr hören (vor allem angesichts der neuen Hypes des späten Web 2.0 – ja Web 3.0 oder Web Squared gar). Was sich aber im Verlauf geändert hat war eher eine stille Revolution. Keine manuelle und teure Einwahl ins Internet, Webseiten sind kein Fall für Spezialisten mehr. Die Internet-Flatrate, die Eintrittskarte zum WWW, hat sich zum Telefonie-Komlettpaket dazugesellt, Weblogs und Wikis erfreuen sich großer Beliebtheit, Facebook und Twitter sind hip, jeder kann mitmachen. Anfangs der 90er waren Mobiltelefone noch etwas für Angeber, heutzutage ist die erweiterte Realität (AR) auf Smartphones schon fast ein alter Hut. Wir haben diese neuen Technologien, belächelt, bestaunt oder vielleicht sogar gefürchtet. Jetzt wenden wir sie an, als ob es nichts Selbstverständlicheres gäbe (Abb.).

Zeitachse Web 1.0 - 4.0

Abb.
:
 Zeitachse der Web-Evolution. Als “The fertile Verge” wird der Zeitabschnitt bezeichnet, der zwischen der Generation von Web 1.0- und Web 2.0-Anwendungen und Diensten verstrichen ist.

Bringen wir nun einen interessanten Vergleich mit ins Spiel, indem wir unser menschliches Gehirn mit einer Festplatte gleichsetzen. Im Laufe der Zeit hat sich unsere Aufmerksamkeit auf verschiedene Medien, Netzwerke und Technologien fragmentiert, zersplittert, verlaufen oder zerstreut – wie eine alte Festplatte quasi. Das Echtzeit-Web, eine wertvolle Informationsquelle ist zugleich eine schreckliche Zeitfalle und momentan können wir die Flut von Informationen nur schlecht bändigen. Nun sollten wir diese neue Ära nutzen, eine Art digitale Defragmentierung vorzunehmen, unsere Aufmerksamkeit neu bündeln und zu alter Produktivität zurückzukeheren. Eine praktikable Variante zum geistigen Defragmentieren schlägt hier beispielsweise John Mayer (Quelle: Techcrunch) vor – es muss ja nicht gleich Web 2.0-Selbstmord sein.

Mayer schlägt Folgendes vor, um den zerstreuten Geist wieder zu ordnen:

  • Das Defragmentieren startet um 9 Uhr vormittags 2010-01-01 und endet 2010-01-08 zur selben Zeit.
  • E-Mails werden nur von Desktop- oder Notebook-Computern geschrieben.
  • Mobiltelefone werden nur zum Telefonieren benutzt.
  • Soziale-Netzwerk-Websites sind komplett tabu.
  • Unterhaltungs-Websites (Snopes, Digg, YouTube, ect.) ebenso.

Ist das praktikabel? Aus meiner Sicht ein klares Jein. Dennoch werde ich die digitalen Ströme, denen ich meine Aufmerksamkeit schenke, neu ordnen. Problematisch ist hier nur, dass der Computer und das Web bei mir zur Arbeit, zur Kommunikation und zur Zerstreuung verwendet wird, da ich mich von meinem Fernseher getrennt habe und nur äusserst ungern telefoniere. Ferngesehen wird auch auf dem Computer nicht, Radio gehört schon. Ab und an spiele ich auch. So werde ich Mayers Vorschläge jedenfalls für mich umsetzen:

  • Gestartet habe ich heute nach dem Aufstehen. Das neue Regime, in dem ich mich zwinge effektiver mit den digitalen Informationsströmen umzugehen und sie neu zu evaluieren, sollte bis Sonntag den 10ten Januar andauern. Dann werde ich mir evtl. mehr gönnen aber auch hoffentlich einiges beibehalten.
  • E-Mails werden nur noch morgens oder abends (vorzugsweise nur noch abends) geschrieben und beantwortet.
  • Mobiltelefone werden zum Telefonieren benutzt – das ist nicht weiterhin schwierig. SMS-Textnachrichten waren noch nie ein Fall von mir und telefonieren ist ohnehin nicht meine Stärke. Mein Mobiltelefon benutze ich hauptsächlich als Stoppuhr. Das bleibt so. Ein Smartphone besitze ich nicht.
  • Soziale Netzwerke – das ist schwierig. Ich beziehe viele Nachrichten über Twitter. Twitter als Morgen- und Abendlektüre, inklusive einiger gelegentlicher Nachrichten meinerseits zu diesen Zeiten, scheint mir hingegen angemessen. Bei Facebook werde ich mir ein abendliches Spielchen FarmVille jedoch nicht verwehren. Aus der Mafia bin ich heute bereits ausgetreten. Andere Social Games spiele ich nicht. Da meine Tochter jedoch auf meinem Benutzerkonto Happy Aquarium – so ganz und gar nicht mein Fall – und ebenso FarmVille spielen darf, werde ich sie dennoch weiterhin dabei beaufsichtigen
  • Was sonst noch bleibt:
    • YouTube und SlideShare Objekte werde ich nur noch dann ansehen oder als Lesezeichen speichern, wenn sie in einem Weblog-Eintrag von beruflichem Interesse erscheinen.
    • Delicious benutze ich als Lesezeichenverwaltung und das bleibt auch so.
    • Digg – darauf verzichte ich schlichtweg.
    • Flickr und andere soziale Online-Fotodienste: Schwierig. Ich werde vorerst nicht mehr meinen Kontakten folgen, jedoch weiterhin Flickr als persönliches Grafikarchiv nutzen. Dieser Punkt ist insofern heikel, da ich in den nächsten Tagen einige SEO-Tests bezüglich Image-Hosting unter verschiedenen Diensten durchführen möchte.
    • Alle anderen Dienste, die ich vielleicht vergessen habe, fallen in eine der oben genannten Kategorien (Einschränken, Verzichten oder berufliche Nutzung).

Was wird demzufolge mehr genutzt werden? Auch diesbezüglich habe ich so meine Vorstellungen:

  • Der Computer, bzw. das Notebook wird wieder als das genutzt, was es für mich sein sollte: Ein Instrument zum Sammeln und Bearbeiten von Ideen.
    • Ich werde mehr Weblog-Beiträge schreiben.
    • Auch werde ich öfters die (bösen) Google-Docs benutzen, da ich es leid bin meine festgehaltenen Ideen zwischen Notebook und Desktop abzugleichen.
  • Schon seit geraumer Zeit habe ich Ideen für einige SEO-Tests. Ich werde die Zeit nutzen, um einige davon durchzuführen – und darüber Weblog-Artikel schreiben, die ich mit Grafiken, die bei Flickr gehostet werden, illustrieren werde.
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Allgemein &Fortschritt Diplomarbeit | 04 Jul 2009

Ownership vs. Membership

Membership Array Ownership

Ownership vs. Membership considering Web-Applications and Services

This reflects O’Reilly’s idea of the user who controls (owns) his data.
Open user accounts (like OpenID, google, yahoo or even facebook connect which is proprietary) give the possibilities to configure, encompass and administrate – even different – user accounts.
Open APIs and protocols (e.g. OAuth) allow these services and applications to interconnect and make the creation of new mashups possible.
Considering this, the relationship of the user to these applications extends from a member even to an owner – if these services are hosted on a central accessible device.
This development is at an early stage, but nevertheless there are already several meta-applications which allow to encompass ones services on different planes:

  • Dashboards: In this context dashboard means a control panel from which the services of a single distributor can be monitored and configured.
  • Example: iGoogle, Google Dashboard, Google Desktop, ZOHO.
  • Webtops: Webtops allow to configure and administrate services of multiple distributors. Webtops don’t need to be web-browser applications, with the advent of HTML 5 the borders between desktop and browser applications are blurring.
  • Example: gowebtop beta from Laszlo Webmail
  • Meta-User: One single user account allows to administrate the different user accounts of ones online services – that is the online equivalent to an unix admin account. Roles and profiles allow to assign the services to certain categories like public, business or private. That way the admin can control which group of the outside world has which distinct privileges on the data.
  • Example: Chi.mp.
  • Meta-Weblog: With a meta-weblog one can encompass all of his online activities like Twitter, Facebook, Picasa, Flickr and RSS-Feeds and combine them to a multi-hypermedial diary.
  • Example: storytlr.
  • Web-Browser: The browser is – asside of the task to display hypermedia documents – the gate of all online activities like e-mail, news-ticker, web-clipboard, blogging-client, video-streams and chat.
  • Example: Flock Browser, Mozilla Jetpack, Opera Unite.
  • Operating System: APIs are integrated in the operating system and are therefore allowing data control and exchange on the system level.
  • Example: Google Android.
  • Server: Applications are hosted on a central server and are available to a whole user group.
  • Example: MS SharePoint, Google Wave, Opera Unite.
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Literatur | 28 Mai 2009

The New Socialism: Global Collectivist Society Is Coming Online

The New Socialism: Global Collectivist Society Is Coming Online

Dieser Beitrag stammt vom Wired Magazine. Kelly beschreibt hier die Auswirkungen sozialer Medien auf die Gesellschaft, denn “…haben wir wirklich geglaubt, wir könnten den ganzen Tag zusammen virtuelle Welten erschaffen, dies tagtäglich vollbringen und unser Blickwinkel würde davon nicht betroffen sein?

Fazit: Sechs äußerst lesenswerte Seiten.

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Literatur | 28 Mai 2009

Jump Into The Stream

Jump Into The Stream Passend zu Pattersons Artikel (Micro-presence: changing the ’status’ quo), den ich soeben kurz angerissen habe, gesellt sich die Ausführung Erick Schonfelds. Zusammen geben die beiden Artikel ein rundes Bild: Microblogs und ähnliche Web-Applikationen – alles begann mit RSS – generieren einen Datenstrom, den wir zwar nie bezwingen werden (und auch nicht müssen), in den wir aber nach eigenem Gutdünken eintauchen können.

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