Allgemein &Hypermedia &postaweek2011 dominik | 26 Jan 2011
Comic 2.0 mit Graphic.ly
Es wird wieder spannend bei Web-Anwendungen, die auf Randgruppen wie mich – ohne iPhone, -Pad oder Smartphone generell – ausgerichtet sind. Es kam mir die letzte Zeit eher etwas mau vor (Delicious verabschiedet sich und selbst Google produziert nebenbei auch so manche Flops), so wirklich interessante Anwendungen für den Browser liessen derzeit auf sich warten. Und nun dieses: Gestern entdecke ich Prezi und heute Graphic.ly. Selbstredend funktionieren beide Dienste auch auf dem iPad, aber eben auch im Web-Browser und Graphic.ly besonders gut in Chrome.
Dieser Dienst lässt mich jedoch ernsthaft über die Anschaffung eines iPads nachdenken, denn mit Graphic.ly tauchen wir in die Welt der Comics ein und können uns endlich mal wieder wie kleine Jungs (und Mädels) fühlen. Ich habe Graphic.ly mit der Applikation für Googles Chrome-Browser ausprobiert. Ohne störende zusätzliche Anmeldung kann ich mich gleich ins Lesevergnügen stürzen. Für eine erste Kontaktaufnahme eignen sich die zahlreichen kostenlosen Comics. Und die sind wirklich gut, einige sogar herausragend.

Herz, was willst du mehr? Bei soviel kostenlosem Lesestoff, kann ich mich gleich ins Vergnügen stürzen.
Ich war anfangs doch noch etwas skeptisch, da ich mir nicht so recht vorstellen konnte, dass das Lesen eines Comics am Bildschirm tatsächlich Spass macht – vom Inhalt mal abgesehen. Mit der Darstellung “Graphic.ly Flow™”, die ich zum Blättern in den kostenlosen Publikationen ausgewählt habe, erfolgt der Lesevorgang jedoch Bild für Bild und nicht Seite für Seite – also so, wie ich auch eine Comiczeitschrift “in echt” lesen würde.
Wie lange sich nun jemand, der sehr gerne Comics liest, mit dem unentgeltlichen Angebot zufrieden geben mag, sei mal dahingestellt. Immerhin sind die kommerziellen Installationen (Blättern erlaubt!) recht erschwinglich. Alles in allem, macht sich der noch recht junge Dienst daran, zu einer ernstzunehmenden online Platform für Comicfreunde zu werden. Ich würde mich nun am liebsten mit einem iPad (das ich nicht habe) ins Bett zum Schmökern verzupfen, vielleicht gibt’s aber im Laufe des Jahres für mich das kleine Air – als Kompromiss.



