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Archiv für Dezember, 2010

Allgemein | 19 Dez 2010

Nano nano!

iPod Nano

Winzig wie ein Shuffle, der neue Nano iPod.


Mein gut zwei Jahre alter – und dennoch genialer – Crative ZEN MP3-Player schien das Kränkeln anzufangen und nachdem die neuen iPod Modelle erschienen waren, liebäugelte ich mit dem neuen Nano. Nach gut einem Monat täglicher und intensiver Benutzung kann ich nun einen fundierten (subjektiven) Bericht abliefern.
Kurz und gut:

  • Die eingebaute Stoppuhr hat ein gewisses Eigenleben.
  • Das Synchronisieren des integrierten Pedometers mit Nike funktioniert bei mir nicht.
  • Der Klang ist für so ein kleines Gerät recht gut.

Etwas ausführlicher:
Generell bin ich von den Funktionen und der Benutzerfreundlichkeit des Gerätes (gerade in Kombination mit iTunes) begeistert. So begeistert, dass ich seitdem meinen ZEN nicht mehr benutzt habe, um den Klang der Geräte zu vergleichen. Subjektive Einschätzung ist, dass der ZEN etwas besser klingt, was die Dynamik betrifft. Ausserdem finde ich die 16 GB Speicher meines Modells recht knapp bemessen – und dabei handelt es sich um dem “grossen” Nano. Sonst hat der Zwerg, was meine Wünsche angeht, mehr als genug Funktionen. Nachdem ich das Gerät weitgehend zum Musikhören beim Radfahren oder Laufen benutzen möchte, sind Stoppuhr und Pedometer willkommene Dreingaben. Die Stoppuhr startet bei mir jedoch gerne von selbst, sodass sich additive Zeitmessungen unmöglich gestalten. Die Bedienung des Gerätes ist sehr gut gelungen, was vor allem an den laut/leiser-Knöpfen am Gehäuse liegt. Ein zusätzlicher Schalter für Pause wäre wünschenswert, zumal der schnörkellose weisse iPod-Kopfhörer (ohne Fernbedienung) der Verpackung beiliegt. Ich habe meinen Creative-Kopfhörer weiterhin in Benutzung. Bei der Bedienung über die berührungsempfindliche Anzeigeoberfläche des Nanos tendiere ich zu einem subjektiven Unentschieden gegenüber den ZEN, an dem ich bei der Bedienung mindestens genauso oft herumfummeln musste. Bediente sich der ZEN von den Menüs her sperriger, muss beim Nano schon sehr akkurat mit den Fingern auf der Anzeige getippt, gewischt oder gedreht werden. Bei Regennässe, feuchten oder fettigen Fingern ist das oft unmöglich. Und da ich schon dabei bin die wenigen negativen Eigenschaften herauszustellen, sei noch die erhöhte Anfälligkeit bei statischen Entladungen der Kleidung zu nennen, die sich in hörbarem Knistern in den Kopfhörern äussert – vielleicht ein Tribut an das solide Aluminiumgehäuse.
Ganz und gar positiv ist – wie sollte es anders sein – das Zusammenspiel zwischen iPod und iTunes, das mir mit dem ZEN verwehrt war. In diesem Zusammenhang entdeckte ich Gefallen an Podcasts. Gerade hier gibt es natürlich sehr viel Müll, aber auch einige echte Perlen. Dazu gehört der Krimikiosk, Dittsche vom WDR und auch die liebenswert-dilettantische Querschnitt Produktion 2080. Genial ist hier, dass sich die Software genau merkt, an welchem Punkt das Hören des Podcasts beendet wurde. So kann ich – nach Synchronisation mit iTunes – genau an der Position weiterhören, an der ich pausiert habe. Und das unabhängig vom Gerät. Die Hörposition des Podcasts ist festgehalten und er kann unterwegs auf dem Nano oder am Schreibtisch in iTunes an exakt dieser Marke fortgesetzt werden.
So nun genug der Lobhudelei. der Winzling ist nicht ganz billig und erst die kommende Zeit wird zeigen, wie robust das Gerät meinen Alltag übersteht.

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Allgemein | 17 Dez 2010

Adieu Web 2.0 und willkommen Web 3.0

Mit der angekündigten Schliessung des Lesezeichen-Dienstes durch Yahoo! geht eine der ersten Web 2.0-Ikonen unter.


Ein Schock ging gestern Abend durch das Netz. Aufgrund weitgreifender Rationalisierungen, plant Yahoo! den beliebten und 2005 erworbenen Lesezeichen-Dienst Delicious (neben weniger prominenten) abzuschalten. Mittlerweile gibt es eine Twitter Petition um den Erhalt, sowie Lösungen die eigenen Lesezeichen in andere Dienste zu übertragen. Ein trüber Regentag in der Cloud und eine Erinnerung daran, dass im Web eben doch nicht alles von Dauer ist. Ebenso bedeutend ist, neben der Tragik des vermutlichen Untergang des Dienstes, der von Marshall Kirkpatrick treffend mit einer Mischung aus Museum, Bibliothek und dem Speicher eines verrückten alten Sammlers verglichen wird, auch die Symbolhaftigkeit des Ereignisses. Im Laufe gut eines Jahres, in dem ich verstärkt die Entwicklungen des Webs beobachtet habe, habe ich nun mitangesehen, wie sich etliche vielversprechende Dienste etabliert, verändert, aber auch wieder aufgelöst haben. Delicious – mein Lesezeichen-Arbeitspferd – gehört vermutlich zu den letzteren. Tragisch und symbolhaft ist, dass es sich hierbei um eine Paradeanwendung des Web 2.0 handelte, die es ermöglichte eine Fülle an Lesezeichen zu verwalten, was ohne sie gar nicht möglich gewesen wäre.
Bildschirmfoto Delicious vom 2010-12-17

Der zugrunde Gehende dokumentiert seinen eigenen Untergang.


Doch wir müssen nach vorne sehen und im Untergang einen Neuanfang sehen. Und dieser hört sich für mich wie das Einläuten der Web 3.0-Ära an. Denn nicht nur bei Yahoo! – auch im Web – zeichnen sich gerade grundlegende Änderungen ab (war Yahoo! übrigens je ein Web 2.0 Mitspieler?). Vielleicht werden wir rückblickend die Jahreswende 2010 als den Zeitpunkt bezeichnen, wenn wir von vom Beginn einer neuen Generation des Webs reden werden – wie auch immer die dann heissen mag.

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Allgemein &Hypermedia | 06 Dez 2010

Spy Cam Barbie

Voilà, hier eines der Top 10 Spielzeuge des Jahres 2010.


Letztens in einer Zeitungsbeilage für 59,92 CHFr. gesichtet, das Barbie Video Girl. Und es war mir von Anfang an unsympathisch. Ich möchte gar nicht sehen, was mit der – in der Brust der Puppe eingebauten – Kamera alles Mögliche und Unmögliche gefilmt werden kann – die Kamera bringt ihr Stativ ja praktischerweise gleich mit und wer schenkt einer herumliegenden/ stehenden/ sitzenden Barbie schon grosse Beachtung? 30 Minuten Film sind auf diese Weise mit der USB-Kamera möglich. Sogar dem FBI war das ein Memo wert. Umso unverständlicher, dass dieser Ramsch den Einzug in die Top 10 der Spielzeuge des Jahres 2010 des Einzelhandels e.V geschafft hat, womit auch kräftig geworben wird. Hier befindet sich unsere meist geliebte/ gehasste Plastikpuppe in Gesellschaft harmloser bis spannender Geschenke, von denen sogar mir das ein oder andere gut gefallen könnte (Monopoly, Schleich-Figuren oder die Green Science Umwelt Batterie). Über die Beweggründe dieser verkaufsfördernden Platzierung darf gerne spekuliert werden. Da ich mit diesem Beitrag leider auch das Interesse an diesem potentiellen Weihnachtsgeschenk gefördert habe – von den Backlinks zum Einzelhandels e.V. mal ganz zu schweigen, schliesse ich nun meinen Artikel und appelliere an die Vernunft der Eltern/ Grosseltern/ Tanten und Onkels beim Kauf der Weihnachtsgeschenke.

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